Auf sicheren Straßen sicherer in die Motorradsaison starten

Mit aller Macht lockt der Frühling jetzt auch die Motorradfahrer zu ersten Ausfahrt. Anlass genug für Landesverkehrsminister Michael Groschek an die Biker zu appellieren, die ersten Ausfahrten mit besonderer Besonnenheit auf sicheren Fahrzeugen zu unternehmen. „Zu Beginn der Motorradsaison sind in der Vergangenheit die Unfallzahlen leider schon zu oft nach oben geschossen. Das muss nicht sein. Deshalb appelliere ich: starten Sie mit Vor- und Umsicht. Gefährden Sie nicht sich selbst und auch nicht andere. Achten Sie aktiv auf Ihre Sicherheit.“

Mit dem Motorrad auf der Landstraße. Foto: Straßen.NRW.
Mit dem Motorrad auf der Landstraße. Foto: Straßen.NRW.
Beim Landesbetrieb Straßenbau wird auch die passive Sicherheit der Motorradfahrer groß geschrieben. Seit Jahren stattet der Betrieb Schutzplanken in unfallträchtigen Kurven mit speziellen Anpralldämpfern für Motorradfahrer aus. 15.000 Stück stehen mittlerweile in NRW. Außerdem werden die Schutzplanken mit einem so genannten Unterfahrschutz ausgestattet, damit die Verletzungen der Fahrer bei einem Sturz und einem „Durchrutschen“ möglichst gering ausfallen. Fast 500 Kurven sind auf diese Weise mittlerweile sicherer geworden.

Der beste Schutz ist allerdings der Unfall, der gar nicht erst passiert, betonte Straßen.NRW-Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz, selbst ein begeisterter Motorradfahrer. Seine Mitarbeiter der Abteilung Verkehrssicherheit werten das Unfallgeschehen aus, und wenn sich bei Motorradfahrern beliebte Strecken als Unfallschwerpunkt entpuppen, werden gezielt Maßnahmen ergriffen, um vor Ort Abhilfe zu schaffen. „Das Thema Motorradsicherheit ist komplex und kann nicht nach einfachen Rezepten abgearbeitet werden, man muss immer genau hinsehen, warum Motorradfahrer auf der betreffenden Strecke verunglücken.“

Das kann ein Schaden an der Fahrbahn genauso sein wie die Straßenführung, die zum Rasen verleitet. Dann hilft es nur noch, wie bereits erfolgreich an neun Stellen in NRW geschehen, so genannte Rüttelstreifen und Warnhinweise mit Geschwindigkeitsbegrenzungen zu installieren, um unvernünftige Biker vor sich selbst zu schützen. Außerdem können auch die Markierungen erneuert, verdeutlicht und optimiert werden. Rot-weiße Leiteinrichtungen erhöhen ebenfalls die Sicherheit, genauso wie manchmal Poller aus Kunststoff, weil sie im Gegensatz zu den üblichen Stahlpfosten beim Aufprall nachgeben.

Auch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit ist der Landesbetrieb Straßenbau NRW unterwegs mit dem Ziel, den direkten Dialog mit den Motorradfahrern zu suchen. Am kommenden Wochenende stehen Mitarbeiter beim Verkehrssicherheitstag für Motorradfahrer in Ruppichteroth im Rhein-Sieg-Kreis und informieren über die Sicherheitsmaßnahmen von Straßen.NRW. Sie werben auch für die Mail-Hotline, unter der Motorradfahrer aus ihrer Sicht gefährliche Stellen melden sollen unter heinrich.bergerbusch@strassen.nrw.de.

– Presseinformation vom Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW) –
Foto: Sraßen.NRW

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