Zweiradunfälle: Weniger Karambolage, weniger Tote

Unmittelbar vor Bekanntgabe der endgültigen amtlichen Zahl getöteter Zweiradfahrer im Jahr 2013, rechnet der ACE Auto Club Europa mit einem Rückgang der Zweiradunfälle um rund 4 Prozent. Die Zahl der bei Zweiradunfällen getöteten Verkehrsteilnehmer ging den Angaben zufolge sogar um etwa 5 Prozent zurück, ähnlich ist der Trend bei den Verletzten. Der ACE stützt sich bei seinen Aussagen auf vorläufige Angaben des Statistischen Bundesamtes für die Vorjahresmonate Januar bis November. In dieser Zeit ist die Gesamtzahl der Zweiradunfälle mit Personenschaden von 279.919 im Jahr 2012 auf 268.234 im vergangenen Jahr zurückgegangen, das entspricht einer Reduktion von 4,2 Prozent. „Der statistisch bislang noch nicht ausgewertete Monat Dezember 2013, wird an diesem Ergebnis nicht mehr viel ändern“, vermutet der ACE.

Fahrradfahrer und Autoverkehr im engen Verkehrsraum - im Berliner Stadtverkehr. Foto: ACE.
Fahrradfahrer und Autoverkehr im engen Verkehrsraum – im Berliner Stadtverkehr. Foto: ACE.
Bei den motorisierten Zweirädern wurde laut ACE ein Rückgang der Unfälle von 42.966 auf 39.802 verzeichnet (- 7,4 %). Die Zahl der Getöteten sank von 697 auf 662 (- 5 %). Auch die Verletztenzahlen waren rückläufig. Der ACE wirbt unterdessen dafür, beim Radfahren freiwillig einen geeigneten Kopfschutz zu tragen.

Regenwetter als Lebensretter
Die Zahl der Unfälle mit herkömmlichen Fahrrädern sank um 6,8 Prozent von 72.333 auf 67.440. Die Zahl der ums Leben gekommenen Radler ging von 398 auf 341 (- 14,3 %) zurück, auch hier kam es zu einer Verringerung der Zahl der Verletzten. “Alles in allem ist das ein erfreuliches Ergebnis“, kommentierte der ACE, der aber zugleich darauf hinwies, „dass die Erfolge in der Unfallverhütung wahrscheinlich besonders auf das schlechte Wetter in der ersten Jahreshälfte 2013 zurückzuführen sind.“

Besondere Bedingungen 2013 – schlechtes Wetter im ersten Halbjahr
Mit Kälte, Frost und Schnee hat sich der Winter bis weit in den Mai hinein gehalten; auf diese Weise wurde der Beginn der Zweiradsaison ausgebremst.

Mehr Motorräder, weniger PS
Die Zahl der Neuzulassungen zulassungspflichtiger motorisierter Zweiräder ist 2013 gegenüber dem Vorjahr um 1,31 Prozent auf 129.357 Fahrzeuge angestiegen.

Besonders beliebt waren Motorräder der Leistungsklasse von 26 bis 37 kW, die etwa 2,5 Mal häufiger zugelassen wurden als im Vorjahr 2012. Die Nachfrage nach Maschinen aller anderen Leistungsklassen (Ausnahme: 58 bis 72 kW) ging dagegen leicht zurück.

Auffällig ist auch die starke Nachfrage nach Leichtkrafträdern, die bereits mit einem Alter von 16 Jahren gefahren werden dürfen. Hier wurde ein Plus von mehr als 30 Prozent verzeichnet.

Beim Bestand legten vor allem die Motorräder über 50 ccm zu. 3.863.045 zugelassene Maschinen bedeuten 90.000 Fahrzeuge mehr als 2012 und kennzeichnen den höchsten Bestand seit 2009.

Fahrradmarkt uneinheitlich – Pedelecs weiter auf dem Vormarsch
Der Fahrradmarkt musste 2013 zwar einen leichten Rückgang von 4 Prozent auf 3,4 Millionen verkaufte Räder hinnehmen.

Ein deutliches Plus erzielte der E-Bike Markt (rund 95 Prozent davon Pedelecs) mit einem Plus von 8 Prozent und insgesamt 410.000 verkauften E-Bikes. E-Bikes halten zurzeit einen Anteil von 11 Prozent am deutschen Gesamtmarkt. Der ACE geht derzeit von insgesamt 1,6 Millionen E-Bikes auf deutschen Straßen aus, sie sind weit überwiegend der Kategorie Pedelec zuzuordnen

– Pressemitteilung und Foto des ACE Auto Club Europa –

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