Sieben Sommer-Tipps für Autofahrer

  • Lenkrad und Kindersitz mit einem Handtuch vor Sonne schützen
  • Klimaanlage zur Geruchsvorbeugung rechtzeitig abstellen
  • Vignetten mit Föhn und Eiskratzer leichter ablösen

Sechzig, siebzig Grad Celsius im Auto sind an heißen Sommertagen keine Seltenheit. Wie sich Fahrer vor Hitze schützen können, warum man an der Tankstelle besser nicht volltankt und wie man lästige Mücken von der Windschutzscheibe entfernt, verrät der ARCD in sieben Tipps für den Sommer.

Tipp 1: Bereits beim Parken an Sonnenschutz denken
Schon vorbeugend kann man einiges tun, damit man nicht in ein überhitztes Auto einsteigen muss. Am besten sucht man sich ein schattiges Plätzchen zum Parken. Wichtig ist, dass man die Sonnenwanderung beachtet, damit das Fahrzeug vor allem vor dem Losfahren nicht in der prallen Sonne steht. Ist kein Schatten vorhanden, stellt man den Pkw mit dem Heck zur Sonne ab, sodass es vorne kühler ist. Zusätzlich hilft eine reflektierende Silberfolie für die Scheibe. Damit sich Lenkrad, Schaltknüppel und Kindersitz nicht gefährlich aufheizen, kann man diese Flächen während der Park- oder Abstellzeit mit einem Handtuch bedecken. Mit langen luftigen Hosen und Hemden aus Baumwolle schützt man sich außerdem vor heißen Ledersitzen.

Tipp 2: Klimaanlage richtig einstellen
Wird es im Auto zu heiß, sinkt die Konzentrationsfähigkeit. Um das zu verhindern und um möglichst schnell auf eine angenehme Temperatur zu kommen, lüftet man vor dem Losfahren. Nach ein paar Minuten schließt man die Fenster und stellt die Klimaanlage auf Umluft, sodass nur die Luft im Inneren des Wagens umgewälzt wird. Diese Funktion schaltet man nach weiteren fünf Minuten wieder ab, sonst sinkt der Sauerstoffanteil im Fahrzeuginneren. „Die Klimaanlage sollte man auf maximal fünf bis sechs Grad Celsius unter der Außentemperatur einstellen, denn sonst drohen Erkältungsgefahr und Kreislaufprobleme beim Aussteigen“, rät ARCD-Pressesprecher Josef Harrer. Außerdem sollte man die Luftdüsen nicht direkt auf den Körper richten, um Kopfschmerzen, Bindehautentzündung und Erkältung vorzubeugen. Fünf bis zehn Minuten vor Ankunft am Ziel schaltet man die Anlage wieder aus, damit die Oberfläche des Wärmetauschers trocknen kann. So haben Bakterien keine Chance, sich auszubreiten, und es entstehen keine unangenehmen Gerüche.

Viel trinken. Foto: ARCD.
Viel trinken. Foto: ARCD.
Tipp 3: Viel trinken und Pausen machen
Es klingt banal, ist aber dennoch lebenswichtig: Gerade bei Hitze und wenn die Klimaanlage die Luft zusätzlich austrocknet, muss man viel trinken, und zwar am besten Wasser in Zimmertemperatur oder lauwarmen Tee. Allzu kühle Getränke haben den negativen Effekt, dass man noch mehr schwitzt. Zusätzlich sind regelmäßige Pausen im Schatten bei längeren Fahrten wichtig. Auf keinen Fall darf man Kinder oder Tiere im Auto lassen, denn das Fahrzeug erhitzt sich bei direkter Sonneneinstrahlung sehr schnell, die Temperatur kann um ein Grad Celsius pro Minute steigen!

Tipp 4: Explosionen vermeiden
Klettert das Thermometer nach oben, können Spraydosen und Flaschen mit kohlesäurehaltigen Getränken explodieren. Schon ab 50 Grad Celsius kann die Blechhülle oder das Glas dem steigenden Innendruck nicht mehr standhalten. Am besten verzichtet man im Sommer auf diese Gegenstände im Auto oder führt sie zumindest aus Sicherheitsgründen nur im kühleren Kofferraum mit.

Tipp 5: Mit Maß tanken
Eines sollte man im Sommer nicht tun: randvoll tanken, denn der Kraftstoff dehnt sich bei hohen Temperaturen aus. Dadurch kann er über die Tankentlüftung entweichen und sich sogar entzünden. Deshalb rät Harrer: „Im Sommer tankt man lieber ein, zwei Liter weniger und füllt nach dem Ausschalten der Zapfpistole nicht mehr nach. Dann ist man auf der sicheren Seite.“

Tipp 6: Sich bei Unwetter richtig verhalten
Blitz, Hagel, Starkregen – Unwetter sind ein typisches Phänomen des Sommers. Bei solchen Wetterbedingungen sollte man aufs Autofahren möglichst verzichten. Kommt der Scheibenwischer nicht mehr gegen die Wassermassen an, oder drohen die Reifen aufzuschwimmen, hilft nur Anhalten und Abwarten. Unübersichtliche Stellen am Straßenrand oder in Unterführungen sollte man natürlich meiden, genauso wie Plätze unter Bäumen.

Tipp 7: Sommer-Schmutz entfernen
Auch das gehört zum Sommer: Mücken, Teerspritzer und Vignetten-Reste. Hartnäckige Insekten auf der Windschutzscheibe entfernt man mit Wasser und einem zusammengeknüllten Kunststoffnetz, das man z. B. als Orangenverpackung kennt, oder einer alten Feinstrumpfhose. Teerspritzer sollte man nicht mit dem Messer oder Scheuerschwamm entfernen, um den Lack nicht zu zerstören, sondern mit einem Spezialreiniger. Vignetten bekommt man einfacher von der Scheibe, wenn man sie kurz mit dem Föhn anwärmt oder das Auto eine Weile in der Sonne stehen lässt. Anschließend schabt man sie mit einem Eiskratzer ab und entfernt die Klebereste mit Seifenwasser und Schwamm.

– Presseinformation des ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e.V. –

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