Erhöhte Unfallgefahr in der dunklen Jahreszeit: Reflektoren können Leben retten

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Da können sich auch Erwachsene ein Beispiel dran nehmen: Kinder werden auch im Dunkeln sichtbar. Foto: ADAC.
Da können sich auch Erwachsene ein Beispiel dran nehmen: Kinder werden auch im Dunkeln sichtbar. Foto: ADAC.
Zu Beginn der „dunklen Jahreszeit“ ruft DEKRA dazu, im Straßenverkehr besonders auf gute Sichtbarkeit zu achten. Reflektoren an Kleidung, Mützen und Rollatoren können in kritischen Situationen ebenso Leben retten wie eine funktionierende Beleuchtung an Fahrzeugen. Auch eine zurückhaltende Fahrweise und erhöhte Aufmerksamkeit tragen im Winterhalbjahr zu mehr Sicherheit auf den Straßen bei. Im Jahr 2013 starben 1.176 Menschen bei Verkehrsunfällen in der Dämmerung und bei Dunkelheit, das sind 35 Prozent aller Verkehrstoten.

„Mängel an der Beleuchtungsanlage sind mit einem erhöhten Unfallrisiko verbunden“, warnt Markus Egelhaaf, Unfallforscher bei DEKRA. „Dabei handelt es sich nicht um Kleinigkeiten: Zu hoch eingestellte Scheinwerfer blenden den Gegenverkehr und können das Fahren im Dunkeln zum Blindflug machen. Und wer mit defektem Scheinwerfer oder Rücklicht fährt, stellt nachts ein rollendes Unfallrisiko dar.“

Mehr als jeder vierte Pkw (27,2 Prozent) ist mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs, stellte DEKRA bei Hauptuntersuchungen in den ersten acht Monaten von 2014 fest. Auf die 43,9 Millionen zugelassenen Pkw hochgerechnet, haben insgesamt fast zwölf Millionen Autos Beleuchtungsmängel. Grund genug für einen gründlichen Lichtcheck: Autofahrer sollten an der gleichnamigen Aktion teilnehmen, regelmäßig die Beleuchtung checken, Mängel sofort beheben sowie Scheiben und Scheinwerfer reinigen.

Risikogruppe Nummer eins bei Dunkelheit sind allerdings die Fußgänger. Wegen fehlender Fahrbahnbeleuchtung und hohen Fahrgeschwindigkeiten ist außerhalb von Ortschaften das Risiko tödlicher Unfälle extrem hoch. Aber auch innerhalb von Ortschaften werden Fußgänger von Autofahrern oft übersehen. „Die Vielzahl von Lichtquellen, der ständige Wechsel von Hell und Dunkel sowie das schlechtere Sehvermögen im Dunkeln führt immer wieder dazu, dass Fußgänger übersehen werden, wenn sie die Straße in einem schlecht ausgeleuchteten Bereich überqueren“, erklärt Egelhaaf.

„Ein Fußgänger, der ein Fahrzeug sieht, darf nicht davon ausgehen, dass der Fahrer ihn ebenfalls gesehen hat. Dieser Irrtum kann tödlich enden“, warnt Egelhaaf. Fußgänger müssen vielmehr selbst auf gute Erkennbarkeit im Straßenverkehr achten: durch helle, kontrastreiche Kleidung, reflektierende Elemente, zum Beispiel an den Schuhen, oder von DEKRA ausgegebenen Käppis für Schulanfänger. Außerdem sollte man die Fahrbahn möglichst nur an gut beleuchteten Stellen überqueren.

Auch Fahrradfahrer sind gut beraten, in der dunklen Jahreszeit auf gute Sichtbarkeit zu achten. Neben auffälliger Kleidung mit Reflektoren zählt dazu auch eine funktionierende Beleuchtung ihres Zweirades. Egelhaaf empfiehlt als zeitgemäßes Licht eine leistungsstarke LED-Leuchte. Das Licht sollte schon zu Beginn der Dämmerung eingeschaltet werden. Wer von Zeit zu Zeit die Reifenreflektoren reinigt, verbessert die Sichtbarkeit auch von der Seite.

– Presseinfo der Derka –
Foto: ADAC

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