Auf zwölf Wegen zu mehr Sicherheit: ADAC startet Verkehrssicherheitsaktion

Eigenverantwortlichkeit der Verkehrsteilnehmer als Ziel: „Sichtbarkeit im Dunkeln“ erstes Schwerpunktthema

Sichtbarkeit im Straßenverkehr: Werden Autofahrer vom Gegenverkehr geblendet, sind dunkel gekleidete Fußgänger und Radfahrer noch schlechter zu sehen. Foto: ADAC.
Sichtbarkeit im Straßenverkehr: Werden Autofahrer vom Gegenverkehr geblendet, sind dunkel gekleidete Fußgänger und Radfahrer noch schlechter zu sehen. Foto: ADAC.
Mit einer breit angelegten Initiative will der ADAC in diesem Jahr die Verkehrssicherheit in Deutschland verbessern. Ziel der Aktion unter dem Motto „2015 – ja sicher“ ist es, allen Verkehrsteilnehmern zu verdeutlichen, dass jeder Einzelne schon mit kleinen Maßnahmen einen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit auf den Straßen leisten kann. Dazu wird jeden Monat ein neuer Aspekt beleuchtet. Angefangen von der „Sichtbarkeit im Straßenverkehr“ über „Erste Hilfe“, „Rad- und Motorradfahrersicherheit“ bis hin zu „Aggressionen beim Autofahren“ – jedes Thema soll den Verkehrsteilnehmern Tipps, Informationen und Hilfestellung für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr liefern.

ADAC Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker zum Hintergrund der Initiative: „Nicht nur die Fahrzeuge und Straßen müssen immer sicherer werden, auch Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger selbst sollten durch ihr Verhalten, durch Umsicht und Rücksichtnahme mithelfen, den Straßenverkehr sicherer zu machen. Mitmachen kann jeder und schon mit kleinen Verhaltensänderungen und geringem Aufwand zum Erfolg beitragen.“

Sichtbarkeit im Straßenverkehr: Wer hell gekleidet ist, wird besser gesehen. Am besten sind jedoch reflektierende Materialien. Foto: ADAC.
Sichtbarkeit im Straßenverkehr: Wer hell gekleidet ist, wird besser gesehen. Am besten sind jedoch reflektierende Materialien. Foto: ADAC.
Zum Start der Aktion greift der ADAC ein Thema auf, das gerade im Winter von Bedeutung ist: die Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Bei Dunkelheit ist es für Radfahrer und Fußgänger besonders schwer, sich von ihrer Umgebung abzuheben und aufzufallen. Abhilfe schafft helle Kleidung – noch besser sind jedoch reflektierende Materialien, die auf Jacken, Hosen oder Mützen angebracht sind, um von anderen Verkehrsteilnehmern früher gesehen zu werden.

Laut ADAC ist ein dunkel gekleideter Fußgänger von einem Autofahrer bei schlechten Sichtverhältnissen erst aus rund 25 Metern Entfernung zu erkennen. Zum Vergleich: Der Anhalteweg eines Autos beträgt bei einer Notbremsung aus 50 km/h etwa 28 Meter – zu lang, um im Ernstfall rechtzeitig vor einem gefährdeten Verkehrsteilnehmer zum Stehen zu kommen. Trägt ein Fußgänger jedoch Kleidung mit reflektierenden Materialien, verbessert sich die Sichtbarkeit auf bis zu 140 Meter.

Wer im Dunkeln draußen unterwegs ist, sollte Schuhe und Jacken mit integriertem Reflexmaterial tragen. Auch eine über der Kleidung getragene Sicherheitsweste erhöht die Sichtbarkeit deutlich. Wichtig ist, dass das Material die Norm EN ISO 20471 oder EN 1150 erfüllt. Reflektoren gibt es zudem zum Aufnähen und -kleben. Beim Kauf eines Schulranzens sollte darauf geachtet werden, dass dieser die Norm DIN 58124 erfüllt. Zudem ist es ratsam, die Beleuchtung an Fahrrädern zu überprüfen und die vorgeschriebenen Reflektoren anzubringen.

Auch die Autofahrer können zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen indem sie ihre Fahrweise den Sichtverhältnissen anpassen und langsamer fahren. Durch saubere Frontscheiben und Scheinwerfer sowie funktionsfähige Wischerblätter können die Sichtverhältnisse ebenfalls deutlich verbessert werden.

Hinweis für die Redaktion: Zu diesem Pressetext bietet der ADAC unter www.adac.tv einen Film an. Unter www.presse.adac.de können Journalisten Fotomaterial sowie ein Hörfunk-Interview mit ADAC Verkehrsexpertin Beate Pappritz herunterladen.

– Presseinformation des ADAC –

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