Richtige Vorbereitung zum Start in die Motorradsaison rettet Leben

Mit dem Motorrad auf der Landstraße. Foto: Straßen.NRW.
Mit dem Motorrad auf der Landstraße. Foto: Straßen.NRW.
Der Frühling ist gestartet und somit auch die Zweiradsaison. Bei sonnigem Wetter sind jetzt vermehrt Fahrrad- und vor allem Motorradfahrer auf den Straßen unterwegs. Die Euphorie und der „Kaltstart“ nach einer fünfmonatigen Pause führen jedoch bei vielen Fahrern zur Selbstüberschätzung der eigenen Fahrsicherheit. Neben vielen weiteren Faktoren wie Rollsplitt auf der Straße oder die Tatsache vom PKW übersehen zu werden ist dies mit ein Grund dafür, dass die Zahl der Verletzten und Verkehrstoten im letzten Jahr angestiegen ist. Laut statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2014 allein 389.000 Menschen bei Unfällen schwer oder leicht verletzt – ein Anstieg von 4,0 % gegenüber dem Vorjahr – und 3.368 Menschen starben im Straßenverkehr – ein Anstieg von 0,9 %.

Auch in diesem Jahr ist wieder mit Unfällen zu rechnen und vor allem Motorradfahrer sind unmittelbaren Gefahren ausgesetzt – aufgrund der nicht vorhandenen Knautschzone verunglücken sie oft schwer. Daher sollten sich gerade jetzt Zweiradfahrer und insbesondere Motorradfahrer die Relevanz der Themen Sicherheit im Straßenverkehr und Unfallprävention bewusst machen. Vor allem die richtige Ausstattung – sowohl beim Motorrad selbst als auch beim Fahrer – spielen eine wichtige Rolle. Reifen, Bremsen und die allgemeine Funktionstüchtigkeit müssen ebenso kontrolliert werden wie die Kleidung, Protektoren und vor allem der Schutzhelm. Hierbei muss auf die Qualität der Produkte geachtet werden, denn nur ein hochwertiger Helm schützt den Fahrer bei einem Unfall.

Daneben müssen die Fahrer langsam und sicher wieder an die Beherrschung des eigenen Motorrads sowie an eine verantwortungsbewusste Fahrweise herangeführt werden. Ein Fahrsicherheitstraining hierfür ist ideal und unbedingt empfehlenswert. Die eigene körperliche Fitness sollten Motorradfahrer ebenso wenig außer Acht lassen, denn Motorradfahren ist Hobby und Leidenschaft, zugleich aber auch Sport. Neben einem obligatorischen Ausdauertraining helfen gezielte Übungen für die Körper-Koordination sowie Krafttraining zur Vorbeugung von Verletzungen und Haltungsschäden.

Helga Lüngen, Geschäftsführerin der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung: „Rund 270.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich eine Schädelhirnverletzung, mehr als ein Viertel davon bei einem Verkehrsunfall (70.200). Viele Unfälle oder auch Schädelhirnverletzungen lassen sich jedoch durch eine richtige Vorbereitung und gute Schutzkleidung sowie den richtige Helm vermeiden. Daneben gibt es aber auch Unfälle, bei denen externe Einwirkungen wie das Übersehen von Motorradfahrern zum Unfall führen. Hier müssen wir für einen sicheren Straßenverkehr, beispielsweise durch einen Unterfahrschutz für Leitplanken zur Prävention und Vermeidung von Unfallfolgen, eine schnelle Erstversorgung der Verunfallten und vor allem eine gute Nachsorge sowohl der Verunfallten als auch deren Familien sorgen. Themen wie Versicherungszahlungen, Wiedereingliederung in den Job, eine dauerhafte Begleitung und Unterstützung der Unfallopfer sowie Wiederherstellung der Lebensqualität sind hierbei essenziell.“

– Presseinformation der ZNS Hannelore-Kohl-Stiftung –
Weitere Informationen: www.hannelore-kohl-stiftung.de
Foto: Landesbetrieb Straßenbau NRW

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