Autoversicherung: eine Typfrage

Wo fährt das Auto? Wer fährt das Auto? Wie oft hatte es eine Panne? Kfz-Versicherer ermitteln jährlich akribisch den Lebenslauf von Fahrern und Fahrzeugen.

Auf dieser Grundlage werden die neuen Jahresbeiträge ermittelt und den Kunden in den nächsten Wochen mitgeteilt. Ein Brief mit Siegel? Nicht ganz: Autofahrer können ein Wörtchen mitreden und auf der Suche nach einem günstigen Anbieter spätestens bis zum 30. November ihre Versicherung kündigen.

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Laut Verbrauchermagazin Finanztip liegt das Sparpotenzial bei bis zu 24 Prozent. Vorausgesetzt allerdings, man kennt Tarifmerkmale und nutzt Vergleichsportale.

Fahrer ausloten
Versicherer geben Rabatte für Wenig- und Alleinfahrer, bestimmte Berufsgruppen, Frauen, Eltern, Garagenparker oder Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel. Am meisten sparen Kunden mit langer Fahrer-Vita.

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Sie genießen die beste Schadenfreiheitsklasse, die es in der Haftpflicht und der Vollkasko gibt. Das Prinzip: Wer über Jahre unfallfrei fährt, rutscht peu à peu in eine günstigere Klasse und zahlt weniger. Kinder können vergleichsweise gut starten, wenn der Wagen als Zweitfahrzeug der Eltern versichert wird.

Fahrzeug checken
Hier haben Typ- und Regionalklassen das Sagen. Grundlage für die Einteilung der Regionalklassen ist die Schadenbilanz eines Gebietes in den vergangenen fünf Jahren. Berliner fahren demnach 2016 am teuersten, die Einwohner von Prignitz im Brandenburgischen am günstigsten.

Das Tarifmerkmal Typklasse spiegelt den Schadenverlauf der rund 26 000 verschiedenen Automodelle in Deutschland wider. Je höher die Stufe, desto schmaler wird das Portemonnaie. Kürzer treten kann hier nur, wer bereits beim Fahrzeugkauf die Typklasse im Auge hat.

Leistungen sondieren
Welche Versicherungen und Dienste werden überhaupt gebraucht? Eine Haftpflichtpolice muss jeder Autobesitzer abschließen, damit Unfallgegner entsprechend entschädigt werden können. Empfehlenswert ist eine Deckungssumme von 50 bis 100 Millionen Euro.

Ob kostentreibende Zusatzleistungen wie Rabattschutz, die sogenannte „Mallorca-Police“ oder einSchutzbrief benötigt werden, muss der Kunde selbst entscheiden.

Teil- und Vollkaskoversicherung sind dagegen freiwillig. Sie zahlen für Schäden am eigenen Fahrzeug. Die Teilkasko ist immer auch Bestandteil der Vollkasko.

An der Preisschraube können die Versicherten drehen, indem sie eine höhere Selbstbeteiligung wählen oder sich bei älteren Autos auf die weniger opulent schützende Teilkasko beschränken.

Es sei denn, der Fahrer punktet mit einem hohen Schadenfreiheitsrabatt in der Vollkasko, die Prämie ist dann nicht wesentlich höher als die der Teilkasko.

Versicherungen vergleichen
Dafür gibt es Portale im Internet. Zwei bis drei sollten allerdings durchforstet werden, denn jede Versicherung ist nicht überall mit von der Partie. Tipp: Kein Anbieter verliert gern Kunden. Bei einer Prämienerhöhung lohnt es deshalb, mit seiner Versicherung unter Hinweis auf günstigere Angebote zu verhandeln.

– Presseinformation des ZDK Zentralverband Deutschen Kfz-Gewerbe (ProMotor) –

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