Stopp für Salzattacken – nicht nur der Sauberkeit wegen

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Autowäsche dient nicht nur der Sauberkeit. Foto: GTÜ / Christ.
Autowäsche dient nicht nur der Sauberkeit. Foto: GTÜ / Christ.
In den Wintermonaten sorgen Frost, Eis und Schnee für Fahrbahnverhältnisse, die Autofahrern zu schaffen machen. Sinken die Temperaturen auf unter drei Grad Celsius, können sich Reif und überfrierende Nässe bilden und für teilweise glatte Straßen sorgen.

Schwierige und extreme Witterungsverhältnisse im Winterhalbjahr zu beseitigen und Straßen befahrbar zu halten, ist Aufgabe der Straßenwinterdienste. Während der Schnee geräumt wird, muss die Glätte vorzugsweise mit abstumpfenden Mitteln bekämpft werden. Am wirksamsten sind Auftausalze. Heute sind Räum- und Streufahrzeuge mit sogenannten Feuchtsalzstreugeräten ausge- rüstet. Das Streusalz wird angefeuchtet, damit es besser auf der Straßenoberfläche verteilt wer- den kann und haftet und nicht verweht oder von den Fahrzeugen weggeschleudert wird.

Unerwünschte Haftung
Streusalze sind gegenüber abstumpfenden Streumitteln, etwa Sand und Splitt sehr wirksam und erheblich preiswerter. Jedoch schädigen sie die Umwelt. Aus diesem Grund ist ihr Einsatz – von Ausnahmeregelungen für die Straßenreinigung abgesehen – allgemein verboten. Auftauende Salze haften aber auch besonders gut an Unterböden und an allen Oberflächen von Fahrzeugen. Die aggressiven Salzkristalle greifen dabei Lackschichten, Unterboden, Radkästen, Türschweller und Fahrzeugfronten an. Sie setzen sich fest und verursachen binnen kurzer Zeit Korrosion. Viele Autofahrer beachten den äußerst schädlichen Salzfilm kaum. Dabei ist er getrocknet gut als weiße Schicht am Auto zu sehen. Die Salzattacken sind darüber hinaus äußerst wirksam, wenn sich die scharfkantigen Salzkristalle noch nicht gelöst haben und von den drehenden Rädern des eigenen Fahrzeuges gegen die Radkästen geschleudert werden.

Wäsche löst das Salz
„Die winterliche Autowäsche hilft, vor Schäden an der Außenhaut und die Bildung von Salzdepots an sicherheitsrelevanten Teilen, etwa der Bremsanlage, zu schützen“, macht Joachim Jäckel, Vorsitzender des Bundesverbandes Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche (BTG), selbst erfahrener Waschparkbetreiber, deutlich. Es macht Sinn Waschprogramme zu nutzen, die nicht nur die sichtbaren Fahrzeugflächen reinigen, sondern auch den Unterboden waschen und konservieren. Sowohl aggressive Salze als auch Winterschmutz allgemein müssen unbedingt auch von den unteren Bereichen entfernt werden. Speziell im Winter kann sich durch feine Risse im Unterbodenschutz oder durch Steinschlagschäden Rost bilden. Die Praxis lehrt, dass nur eine regelmäßige und hochwertige maschinelle Fahrzeugwäsche vor unbemerkten Rostnestern schützt.

Jedoch wird die winterliche Autowäsche vielfach noch vernachlässigt. Viele Autofahrer meinen, im Winter lohne es sich nicht, das Auto zu waschen. Sie vertreten die Auffassung, dass das Fahrzeug ja doch sehr schnell wieder schmutzig werde. Wer so handelt und seinem Auto eine Waschpause in der Winterreifenzeit verordnet, dem ist nicht bewusst, dass sich ein Salzfilm zu einer Salzkruste verdicken kann. Derart „versalzte“ Fahrzeuge müssen im Frühjahr mehrmals gewaschen werden, um den Panzer wieder zu entfernen. Danach werden die Schäden der Salz-Attacken meist erst sichtbar.

Winterwäsche ist kein Problem
Portalwaschanlagen, Waschstraßen und auch SB-Waschplätze haben auch bei Frostgraden geöffnet. Hallen und Böden sind beheizt, ebenso das Waschwasser. Entscheiden Sie sich für ein hochwertiges Waschprogramm, um das Auto gründlich zu reinigen und dauerhaft zu schützen. Wer Türschlösser vor der Wäsche abklebt, verhindert, dass Wasser eintritt und Schlösser zufrieren können. Und wer Tür- und Kofferraumgummis nach der Wäsche mit einem Tuch nachtrocknet, schützt Türen und Klappen davor, dass sie anfrieren. Außerdem ist es ratsam, an Türschwellern und Einstiegsleisten des gewaschenen Fahrzeugs entlang zu wischen.

– Pressemeldung des Bundesverbandes
Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche Deutschland e.V. –

Foto: GTÜ / Christ

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