Kinder im Straßenverkehr: Vorsicht, Schulanfang!

Foto:; TÜV Nord.
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Wenn die Sommerferien vorbei sind, sollten Autofahrer besonders vorsichtig sein: Dann sind insbesondere morgens und mittags wieder viele Schulkinder unterwegs – und die verhalten sich nicht immer so wie erwartet. Thomas Wagner, Verkehrspsychologe bei DEKRA, erklärt, warum Kinder als Teilnehmer im Straßenverkehr schwer auszurechnen sind.

Kinder sind auf sich selbst bezogen und damit auf das fokussiert, was sie gerade interessiert. Sie folgen ihren Spielkameraden mitunter spontan und ohne darüber nachzudenken, wohin sie gerade laufen. Sie achten auch nicht darauf, ob die Ampel noch grün ist. Zusammen mit dem Bedürfnis, möglichst viel zu entdecken, ergibt das eine gefährliche Kombination.

Kinder unterschätzen auch, dass sich Verkehrssituationen schnell ändern und ein Fahrzeug sich mitunter sehr schnell nähern kann. Erst ab etwa zehn Jahren sind sie in der Lage, sich in andere Verkehrsteilnehmer hineinzuversetzen. So kann sich ein Kind, das hinter einem parkenden Auto auf die Straße läuft, nicht vorstellen, dass der Fahrer es nicht sieht. Hinzu kommt: Die Koordination ist bei Kindern noch fragil. Es kann durchaus vorkommen, dass sie das Gleichgewicht auf dem Fahrrad nicht gut halten können. Außerdem ist ihr Sichtfeld stark eingeschränkt, sodass sie Gefahren nicht aus den Augenwinkeln erkennen können.

„Wenn Autofahrer Kinder sehen, sollten sie mit unvorhersehbaren Aktionen rechnen und besonders defensiv fahren“, sagt der Verkehrspsychologe von DEKRA. Eltern empfiehlt Wagner, den Schulweg gemeinsam mit ihren Kindern mehrmals abzugehen und sie auf potenzielle Gefahrenstellen aufmerksam zu machen. Reflektoren an Kleidung, Schulranzen und an den signalroten DEKRA Kinderkappen sorgen dafür, dass die Kleinen besonders in der Dämmerung und im Dunkeln besser gesehen werden.

– Presseinformation der Dekra –
Foto: TÜV Nord

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