Gutes Hören erhöht die Verkehrssicherheit

  • Im Straßenverkehr ist das Richtungshören entscheidend
  • Schwindendes Hörvermögen verläuft oftmals über Jahre unbemerkt
  • Freiwillig zu Hörtests gehen

 

Auch mit Musik im Auto sollten man Umgebungsgeräusche nch wahrnehmen können. Foto: TÜV Rheinland.
Der Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD) weist darauf hin, dass das Gehör für die Sicherheit von Verkehrsteilnehmern wichtig ist. Die Wahrnehmung über die Augen braucht Unterstützung durch die Ohren. Nur dann lassen sich Entfernungen und Geschwindigkeiten optimal einschätzen und man ist den Anforderungen, die der Straßenverkehr an Fahrzeugführer und Fußgänger stellt, gewachsen.
 
Der AvD ist der Auffassung, dass gutes Hören im Vergleich zum guten Sehen unterbewertet ist. Ein funktionsfähiges Gehör trägt zur Sicherheit im Straßenverkehr bei: Nur wer gut sieht und gut hört ist sicher unterwegs! Das gilt auch für Fahrer von nach außen gut abgeschirmten neueren Kraftfahrzeugen. Leise Geräusche wahrnehmen zu können, wird hier noch wichtiger.
 
Entscheidend im Straßenverkehr ist dabei das Richtungshören für die gesamte räumliche Einordnung des Verkehrsgeschehens. Ist diese beeinträchtigt, werden herannahende Fahrzeuge nicht mehr schnell genug wahrgenommen oder geortet – etwa das Martinshorn von Einsatzfahrzeugen der Polizei, des Rettungsdienstes oder der Feuerwehr. Auch das verlangsamte Verstehen von Warnrufen führt zu gefährlichen Situationen: Etwa wenn man die herannahende Straßenbahn oder auch das Martinshorn überhört. Etwa 15 Millionen Bürgerinnen und Bürger in der Bundesrepublik Deutschland leiden unter einer Hörminderung.
 
Hören ist dabei individuelles Vermögen. Mit zunehmendem Alter nimmt das Hörvermögen ab. Die lebensbegleitenden Veränderungen des Hörvermögens verlaufen aber immer unterschiedlich. Deshalb können durchaus auch jüngere Menschen von Hörproblemen betroffen sein. Vor allem passt sich der Mensch dem schwindenden Hörvermögen an und bemerkt den Mangel deshalb lange nicht.
 
Nach den Statistiken sind 37% der 60- bis 70-Jährigen und mehr als 60% der 70- bis 80-Jährigen von einer zunehmenden Altersschwerhörigkeit betroffen. Die Zahlen weisen aber auch aus, dass bereits 40-Jährige betroffen sind. Mediziner benennen als Ursachen sowohl Funktionsverluste an und in den Ohren als auch Störungen der Signalverarbeitung im Gehirn.
 
Dem AvD ist es wichtig, sich aktiv und übergreifend für die Sicherheit der Menschen im Straßenverkehr zu engagieren. Der Club ruft deshalb jeden Verkehrsteilnehmer dazu auf, spätestens bei Anzeichen nachlassenden Gehörs freiwillig Tests beim HNO Arzt oder Akustiker durchführen zu lassen.
 
AvD Automobilclub von Deutschland e. V.
Der 1899 als Deutscher Automobilclub DAC gegründete AvD ist als traditionsreichster Automobilclub hierzulande Mitbegründer des Weltverbandes FIA (seit 1904) und von Anbeginn maßgeblich für Verkehrssicherheit, Tourismus und Sport engagiert. Er vertritt die Belange von 1,4 Millionen Mitgliedern und Kunden in allen Bereichen der Mobilität. Der AvD – Pannenhilfe überall!
 
– Pressemeldung des AvD Automobilclub von Deutschland –
Foto: TÜV Rheinland
 

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