Gefahren für Fußgänger in der dunklen Jahreszeit: Dunkle Wege, helle Kleidung

Die Wintermonate sind für Fußgänger eine gefährliche Zeit. In der Dämmerung und bei Dunkelheit steigt das Risiko, im Straßenverkehr übersehen zu werden – besonders für Senioren ist dies eine brisante Situation.
 

  • Dunkle Straße mit Fußgängern
  • Senioren sind besonders gefährdet
  • Helle Schuhe werden schneller erkannt

 
Reflektoren an Gehhilfen sind ein Sicherheitsfaktor

Die Wintermonate sind für Fußgänger eine gefährliche Zeit. In der Dämmerung und bei Dunkelheit steigt das Risiko, im Straßenverkehr übersehen zu werden. Foto: Dekra.
Im Jahr 2016 ereignete sich laut amtlicher Statistik jeder zweite der insgesamt 490 tödlichen Fußgängerunfälle bei Dämmerung oder Dunkelheit. Meistens kommt es zum Unfall, weil Autofahrer den Fußgänger nicht gesehen haben. „Autofahrer sehen im Dunkeln schlechter und erleben einen ständigen Wechsel von Hell und Dunkel. Daher wird die schmale Silhouette eines Fußgängers leichter übersehen“, erklärt Stefanie Ritter aus der Unfallforschung von DEKRA.
 
„Fußgänger müssen im Dunkeln darauf achten, dass sie jederzeit für andere gut sichtbar sind“, betont die Unfallforscherin. Neben heller, kontrastreicher Kleidung sind reflektierende Elemente geeignet: Leuchtstreifen, Warnwesten, kleine rote Fahrradblinker, Klettbänder und Aufkleber an Kleidung und Taschen. „Modische weiße Streifen an den Schuhen sind auf dunklen Wegen sogar eine halbe Lebensversicherung“, sagt Ritter. Der Grund: Das Scheinwerferlicht erfasst die weißen Schuhe als erstes. So kann der Autofahrer schnell erkennen, dass ein Fußgänger unterwegs ist. „Hell unten ist wichtiger als hell oben!“
 
Senioren haben als Fußgänger bei Dunkelheit ein doppeltes Handicap. Die Sehkraft lässt im Alter nach, zudem kann sich das Auge schwerer an den Wechsel von hellem Scheinwerferlicht und Dunkelheit anpassen, was bis zur „Nachtblindheit“ führen kann. Hinzu kommt, dass ältere Menschen oft nur noch langsam über die Straße gehen können.
 
Höchst gefährlich ist es daher, die Straßenseite an schlecht ausgeleuchteten Stellen zu wechseln oder hinter parkenden Autos oder anderen Sichthindernissen auf die Fahrbahn zu treten. Fehlen Zebrastreifen oder Ampel, empfiehlt es sich, direkt im Licht von Straßenlaternen über die Straße zu gehen.
 
Hektik ist oft ein Auslöser für Gefahrsituationen. Vor dem Überqueren sollte man sich genügend Zeit nehmen, den Verkehr genau zu beobachten und den geeigneten Moment abwarten. Wer Gehhilfen, Rollator oder Rollstuhl nutzt, sollte darauf achten, dass auch sie mit auffälligen reflektierenden Elementen ausgestattet sind.
 
Darauf müssen Fußgänger achten

  • Fußgänger müssen für Autofahrer jederzeit gut zu sehen sein.
  • Helle, auffällige Kleidung mit reflektieren Elementen an Kleidungsstücken, Schuhen, Mützen, Taschen geben mehr Sicherheit.
  • Weiße Schuhe sind eine halbe Lebensversicherung: „Hell unten ist wichtiger als hell oben.“
  • Fahrbahn nur an übersichtlichen, gut beleuchteten Stellen queren, Zebrastreifen oder Fußgängerampeln nutzen.
  • Vor Überqueren der Fahrbahn keine Hektik, Verkehr genau beobachten!
  • Nicht hinter Sichthindernissen auf die Fahrbahn treten!

 
– Pressemeldung und Foto: Dekra –
 

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