Panne auf der Autobahn: Die Spielregeln

Tragödie auf der A 67 bei Büttelbronn in Hessen: Ein Mann steigt nach einer Panne im Dunkeln aus seinem unbeleuchteten Auto, wird von mehreren Fahrzeugen gestreift und schließlich zweimal überfahren. Es war der zweite tödliche Unfall dieser Art binnen einer Woche im April und leider kein Einzelfall. Im Jahr 2016 verunglückten auf deutschen Autobahnen 30 Fußgänger tödlich, 31 wurden schwer verletzt.
 
Eine Panne kann jeden erwischen. Passiert sie auf der Autobahn, sind die Folgen mitunter schwerwiegend. Vorausgesetzt, die Insassen missachten folgende wichtige Sicherheitsregeln:

Panne auf der Autobahn. Foto: Ergo Versicherungsgruppe.

  • Kündigt sich die Panne an, sollte schnellstmöglich der nächste Parkplatz oder eine Pannenbucht angesteuert werden.
  • Wer auf dem Seitenstreifen zu stranden droht, schaltet die Warnblinker an und hält so nah wie möglich rechts auf der Pannenspur.
  • Alle Insassen legen Warnwesten an, steigen auf der Beifahrerseite aus und begeben sich unverzüglich hinter die Leitplanke. Obwohl in Deutschland unabhängig von der Zahl der Mitreisenden nur eine Warnweste vorgeschrieben ist, sollte für jeden Insassen eine an Bord sein.
  • Zur Absicherung des Pannenfahrzeugs wird das Warndreieck ganz rechts am blockierten Streifen aufgestellt – auf der Autobahn mindestens 150 Meter vor dem liegengebliebenen Auto. Orientierung geben die Leitpfosten, die im Abstand von 50 Metern am rechten Fahrbahnrand stehen.
  • Reicht die Zeit nicht mehr, auf dem rechten Seitenstreifen zu parken, bleiben die Insassen natürlich hinter der Leiplanke auf der linken Seite.

 
Jetzt wird der Pannendienst informiert. Wichtig sind Informationen über den Standort und die Fahrtrichtung, leicht zu ermitteln über das GPS im Navi oder Smartphone. Wer es noch bis zu einer Notrufsäule geschafft hat, braucht nur den Hilferuf zu aktivieren, der Standort wird automatisch übermittelt.
ProMotor / ZDK Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe
Foto: Ergo Group
 

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