So klappt die Urlaubsfahrt ohne Stress

  • AvD: Azyklisch fahren macht die Reise angenehmer
  • Regelmäßige Pausen machen Spaß und erhöhen die Fahrerkondition
  • Wichtig: Sonnenschutz und richtiges Kühlen

 
Am 25. Juni 2018 startet die Ferien-Saison: Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland machen den Anfang, Bremen und Sachsen-Anhalt folgen nur wenige Tage später am 28. Juni. Dann starten wieder tausende Urlauber mit dem Auto in den Urlaub. Damit die Anreise nicht zur Tortur wird und Urlauber ihr Ziel gesund und sicher erreichen, gibt der Automobilclub von Deutschland (AvD) einige praktische Tipps.
 
Nicht fahren, wenn alle fahren
Wer kann, sollte erst losfahren, wenn der erste Reisestau auf den Autobahnen vorbei ist, also zum Beispiel später am Abend in die Nacht hinein oder ganz früh am Morgen. In beiden Varianten sinnvoll: Das Auto mit Vorlauf vor der Abfahrt packen und einen ordentlichen Powernap einplanen, um ausgeruht zu starten. Aktivieren Sie bereits gleich nach dem Start den Verkehrsfunk und, wenn vorhanden, das Navigationssystem. Dank TMC (Traffic Message Channel) hilft das Navi dabei frühzeitig Stau-Abschnitte zu erkennen und diese über Umleitungsstrecken zu umgehen. Diese Umleitungen sind zwar mit blauen Schildern markiert und leiten zur jeweils nächsten Autobahn-Auffahrt, wer jedoch einen Straßenatlas an Bord hat, kann sich einen großräumigen Überblick verschaffen und eventuell alternative Umgehungsrouten auswählen. Wer dann die wichtigsten Ortsdurchfahrten als Zwischenziele ins Navigationsgerät eingibt, kann sich ganz komfortabel um den Stau herum leiten lassen.
 
Pausen verbessern die Kondition aller Insassen
Autofahren erfordert ein anhaltend hohes Maß an Konzentration – insbesondere bei dichtem Verkehr. Der AvD empfiehlt daher vor allem bei längeren Urlaubsfahrt regelmäßig eine Pause einzulegen und im zweistündigen Rhythmus rund 15 Minuten zu rasten. Das hält den Fahrer fit und munter. Auch die übrigen Mitfahrer können die Gelegenheit wahrnehmen die Gliedmaßen zu strecken und sich ein wenig Bewegung zu verschaffen. Doch Vorsicht, ein in der Regel dichter Verkehrsstrom fließt nicht nur an den Parkplätzen und Rasthöfen entlang der Bundesfernstraßen vorbei. Die Rastanlagen selbst weisen auch eine hohe Frequentierung durch an- und abfahrende Fahrzeuge auf. Deshalb sollten schon vor Fahrtbeginn geeignete Rastplätze abseits der Autobahnen ausgewählt werden. Ein Umweg zu kleineren Tankstellen an Bundesstraßen lohnt sich auch wegen der dort günstigeren Kraftstoff-Preise durchaus. Wichtig: Leicht und gesund essen hält fit.
 
Kinder im Auto
Regelmäßige Pausen sind umso wichtiger, wenn man zusammen mit Kindern im Auto verreist. Sie erlauben es dem Nachwuchs seinem natürlichen Bewegungsbedürfnis nachzugehen, währenddessen sich die Erwachsenen die Beine vertreten. Das kommt auch der Stimmung im Auto zu Gute, denn die ebenso legendären wie nicht vermeidbaren Fragen „Sind wir bald da?“ und „Wie lange brauchen wir noch?“ lassen sich etwas weiter hinaus zögern. Während der Fahrt sind Ratespiele für die Unterhaltung der Kinder, aber auch der Erwachsenen, zumeist besser geeignet als mit elektronische Spiele und oder das Lesen auf dem Smartphone. Speziell Letzteres kann während der Fahrt schnell Kopfschmerzen oder Übelkeit auslösen, die erst nach sehr langen Pause wieder abklingen. Sehr empfehlenswert sind auch Hörbücher, die die Fahrzeit wie im Flug vergehen lassen und auch über Kopfhörer gehört werden können.
 
Der richtige Schutz vor Sonne und Hitze
Besonders jetzt im Sommer wichtig: der Sonnenschutz. Im Fachhandel sind für jedes Auto passende Windabweiser und Sonnenschutzgitter erhältlich. Zu den Schutzmaßnahmen gehören nicht nur Schattenspender in den Seitenfenstern, sondern auch das Auto möglichst im Schatten zu parken und vor der Weiterfahrt mit geöffneten Türen durchzulüften. Armaturenbrett, Heckablage und Sitzflächen können bei starker Sonneneinstrahlung mit Handtüchern abgedeckt werden, während Navigationsgeräte, Smartphones und Kameras ohnehin nicht direkt in die Sonne gehören. Als Schutz vor Langfingern sollten solche Geräte bei einem geparkten Auto im Kofferraum oder im besten Fall außerhalb des Fahrzeugs aufbewahrt werden.
 
Ist das Auto mit einer Klimaanlage ausgestattet, diese vom Beginn der Fahrt an einschalten. Dabei die Kaltluft nie direkt auf den Körper strömen lassen, um Erkältungen zu vermeiden. War das Auto in der Sonne geparkt empfiehlt es sich unmittelbar nach dem Losfahren die Scheiben zumindest ein paar Finger breit zu öffnen und das Schiebedach – sofern vorhanden – in die gekippte Position bringen. Dadurch kann die heiße Luft von der Kaltluft aus dem Fahrzeug herausgedrückt werden und die Klimaanlage arbeitet effizienter. Resultat: Die Innentemperatur erreicht spürbar schneller ein angenehmes Niveau. Nehmen Sie auch ausreichend Mineralwasser, verdünnte Obstsäfte oder kalten Tee mit auf die Reise, denn Durst beeinträchtigt das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit erheblich stärker als das Hungergefühl.
 
Es geht schon vor dem eigentlichen Start los
Ganze entscheidend für die entspannte Urlaubsreise mit dem Auto ist eine sorgfältige Vorbereitung. Dazu gehört auch die frühzeitige Entscheidung für das Urlaubsziel. Außerdem sollte eine detaillierte Checkliste aufgestellt werden, die das Auto, das Gepäck und die Rahmenbedingungen wie etwa Tempolimits oder die Lage der Mautstrecken auf der Reiseroute umfasst. Um beim Grenzübertritt Zeit zu sparen, sollten die benötigten Vignetten bereits vor Abreise gekauft werden – beispielsweise direkt beim AvD.
 
Je geräumiger das Auto, desto mehr Gepäck wird oft mitgenommen – als ob es am Urlaubsort nicht auch alles gäbe, oft sogar preisgünstiger als zu Hause. Zugunsten einer entspannten Fahrt rät der AvD das Gepäck zu reduzieren und auf unnötiges Gepäck zu verzichten. Die Montage einer Dachbox schafft zusätzlich Platz im Innenraum. Ein Gepäcknetz sollte die Ladung sichern und ein, zwei Wolldecken sind unterwegs ein guter Schutz gegen Sonnenstrahlen und begehrliche Blicke. Zusätzlich zum Verbandkasten kann man eine Reiseapotheke in einer speziellen kleinen Kühlbox, die in der Apotheke erhältlich ist, unter dem Beifahrersitz mitführen. Falls nötig, erleichtert ein geeignetes Mittel gegen Übelkeit vor allem den kleinen Passagieren oftmals die Fahrt.
 
Auto vor Abfahrt checken
Auch die Fahrzeugtechnik sollte rechtzeitig vor dem Start in den Urlaub einem Check unterzogen werden, damit es auf der Urlaubsfahrt mit Gepäck und Familie keine unliebsamen Überraschungen gibt. Stimmen die Füllstände von Kühlwasser, Motor- und Getriebeöl (bei Automatikfahrzeugen)? Ist die Scheibenwaschanlage aufgefüllt? Sind die Reifen noch ausreichend gut profiliert mit mindestens 4 mm Profiltiefe und stimmt der Luftdruck? Bei der Gelegenheit sollte auch dem Ersatzrad und dem Bordwerkzeug ein prüfender Blick zu Teil werden, ebenso wie der Fahrzeugbeleuchtung. Der AvD empfiehlt, einen kompletten Reisecheck beim Fachhändler durchführen zu lassen. Dieser überprüft im Rahmen des Untersuchungsprofils auch die Keilriemenspannung, die Bremsanlage sowie die Bremsbeläge. AvD HELP PLUS Mitglieder können einen solchen Urlaubs-Check bei Bosch Service Betrieben kostenlosen durchführen lassen.
 
AvD – MOBILITY & MORE
Als traditionsreichste automobile Vereinigung in Deutschland bündelt und vertritt der AvD seit 1899 die Interessen der Autofahrer. Mit seiner breiten Palette an Services wie der weltweiten Pannenhilfe, einschließlich einer eigenen Notrufzentrale im Haus, weltweitem Auto- und Reiseschutz, Fahrertrainings und attraktiven Events unterstützt der AvD die Mobilität seiner Mitglieder und fördert die allgemeine Verkehrssicherheit. Das Gründungsmitglied des Automobilweltverbandes FIA betreut seine rund 1,4 Millionen Mitglieder und Kunden ebenso persönlich wie individuell in allen Bereichen der Mobilität und steht für Leidenschaft rund ums Auto.
AvD Automobilcllub von Deutschland e. V.
 

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