Gurtverweigerung kostet 200 Menschenleben: 
Unfallforscher fordern hundertprozentige Anschnallquote

Wenn alle Insassen von Pkw in Deutschland zu jeder Zeit korrekt angeschnallt wären, könnten rund 200 Verkehrstote und rund 1500 schwer Verletzte pro Jahr vermieden werden. Dies ist das wichtigste Ergebnis einer aktuellen Auswertung der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Nach offiziellen Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen fahren rund 98 Prozent aller Pkw-Insassen gegurtet. Laut Auswertung der UDV waren aber 28 Prozent aller im Straßenverkehr Getöteten nicht oder falsch angeschnallt. „Das…

40 Jahre Dekra-Unfallforschung: Systematischer Einsatz für die Verkehrssicherheit

Das reale Unfallgeschehen auf den Straßen analysieren und daraus Lehren für die Verkehrssicherheit ableiten – das ist das tägliche Geschäft der DEKRA Unfallforschung, die im Jahr 2018 Jubiläum feiert. Vor 40 Jahren wurde die Abteilung bei der Expertenorganisation gegründet. „Der Einsatz für die Verkehrssicherheit ist seit der Gründung von DEKRA als Vereinszweck in der Satzung festgeschrieben. Die Arbeit der DEKRA Unfallforschung spielt dabei eine ganz wesentliche Rolle“, so Clemens Klinke,…

Unfallforschung: Ablenkungsrisiko Mitfahrer

85 Prozent fühlen sich durch Mitfahrer abgelenkt Jeder dritte Autofahrer berichtet aggressive Stimmung im Auto Auch Passivtelefonieren ist ein Sicherheitsrisiko   „Während der Fahrt nicht mit dem Busfahrer sprechen.“ Schilder mit dieser Botschaft sind aus deutschen Bussen nicht wegzudenken, und es ist allgemein akzeptiert, den Busfahrer nicht abzulenken. Das gilt aber nicht für den privaten Autofahrer, obwohl auch für ihn Mitfahrer ein Ablenkungsrisiko sind. Das zeigen Untersuchungen aus dem Allianz…

Unfallforschung: Viele Parkassistenten sind unausgereift

Durch Parkrempler entstehen jedes Jahr Millionenschäden. Aber auch Menschen können beim Ein- und Ausparken verletzt werden, zum Teil sogar schwer. Zunehmende Unübersichtlichkeit und wachsende Abmessungen moderner Fahrzeuge machen fehlerfreies Ein- und Ausparken ohne technische Hilfe immer schwieriger.   Doch elektronische Helfer haben noch viele Tücken, wie die Unfallforschung der Versicherer (UDV) herausgefunden hat. „Die Assistenten müssen für den Nutzer verständlich sein und fehlerfrei funktionieren“, sagt UDV-Leiter Siegfried Brockmann. Die umfangreichen…

Abbiegeassistenten erhöhen die Verkehrssicherheit

Immer wieder werden schwere Unfälle beim Rechtsabbiegen von Lkw, Omnibussen oder Transportern verursacht, bei denen Fußgänger oder Radfahrer, oft Kinder und ältere Menschen, die Opfer sind. Bei diesen Unfällen kommen pro Jahr rund 30 Menschen ums Leben, 160 werden schwer verletzt. Für die Lkw-Fahrer ist das Rechtsabbiegen ohne ausreichende Sicht auf den Raum neben ihrem Fahrzeug immer ein erheblicher Stressfaktor.   „Ein elektronischer Abbiegeassistent ist ein geeignetes Mittel, solche Unfälle…

Für die Sicherheit gegen die Wand: Weniger Tote, bessere Pkw, informierte Autokäufer

30 Jahre ADAC-Crashtests In Deutschland hat sich die Zahl der getöteten Pkw-Insassen in den vergangenen 30 Jahren um zwei Drittel reduziert, von 4.655 auf 1.531. „Die Crashtests des ADAC als aktive Verbraucherschutz- und Aufklärungsarbeit haben einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung“, so der ADAC Vizepräsident für Technik, Thomas Burkhardt. Der erste Crashtest des Clubs fand im März 1987 statt. Das Auto, das im Dienst der Sicherheit damals noch mit 48…

Crashtest: Unfälle mit schweren Lkw enden oft tödlich

Forderung der Unfallforschung: Mehr Schutz für schwächere Verkehrsteilnehmer Von Petra Grünendahl „Innerorts“ kollidiert ein Lkw beim Rechtsabbiegen mit einem Fahrradfahrer. Der Dummy kommt in diesem Fall zwar nicht unter die Räder, aber er landet doch samt seinem Fahrrad unter dem Lkw. Glück im Unglück – bei früheren Versuchen war der Dummy auch schon von den Rädern ab der zweiten Achse überrollt worden. Das Szenario ist typisch für Unfälle mit schweren…

Boobytraps: Gefahren am Straßenrand

Interessante Filmdokumentation des IIHS (Insurance Institute for Highway Safety) zur Sicherheit der amerikanischen Autobahnen Anfang der 1970er-Jahre. Das IIHS hat diese Dokumentation erst die Tage bei Youtube veröffentlicht.     This IIHS film was released in 1972. It explores the problem of roadside hazards such as rigid light poles, blunt-end guardrails, and bridge abutments that turn otherwise minor, run-off-the-road incidents into major, injury-producing crashes. It also explains practical solutions like…

Zahl der getöteten Fußgänger um 50 Prozent reduzierbar

Unfallforscher auf Symposium der ADAC Stiftung für schnelle Einführung von Notbremssystemen mit Fußgängererkennung im Front- und Heckbereich Deutschlands führende Unfallforscher sehen große Chancen, die Zahl der bundesweit im Straßenverkehr getöteten Fußgänger in den kommenden Jahren deutlich zu reduzieren. Voraussetzung dazu sei eine schnelle Durchdringung des Marktes mit Fahrzeugen, die über Notbremssysteme mit Fußgängererkennung im Front- und Heckbereich verfügen. Dies erklärten Experten beim Unfallforschungs-Symposium (UFO) der ADAC Stiftung, das am Mittwoch…

Alltagsmobilität: Bahn bei Sicherheit vor Bus und Auto

Im aktuellen Verkehrsträgervergleich von Allianz pro Schiene und Automobil-Club Verkehr (ACV) behauptet die Eisenbahn in Deutschland souverän ihren Spitzenplatz als sicherstes Verkehrsmittel.   Danach war im deutschen Zehnjahresschnitt von 2006 bis 2015 das Todesrisiko für Insassen eines Pkw 75-mal höher als für Bahnreisende. Beim Verletzungsrisiko fällt der Abstand noch größer aus: Bezogen auf die Personenkilometer ist die Wahrscheinlichkeit zu verunglücken bei jeder Autofahrt gut 127-mal höher als bei einer Bahnfahrt….

ADAC-Crashtest zeigt Defizite in der Fahrzeugkonstruktion

Gute Knautschzonen schonen auch den Unfallgegner Die Aufgabe der Knautschzone eines Fahrzeugs ist es Leben zu retten. Je höher daher die Geschwindigkeit ist, mit der zwei Pkw frontal aufeinanderprallen, und je größer der Massenunterschied, desto dramatischer wirken sich Defizite in der Konstruktion der Knautschzone aus. Der ADAC hat in seinem aktuellen Crashtest untersucht, welche Folgen unterschiedlich konstruierte Fahrzeugfronten auf das Verletzungsrisiko der Insassen haben. Ergebnis: Eine partnerfreundlich konstruierte Knautschzone schont…

Abbiegeassistenten für Lkw: Viele Unfälle mit Radfahrern könnten vermieden werden

Schwere Lkw sollten mit Abbiegeassistenten ausgerüstet werden: Neue UDV-Studie Wenn sowohl Radler als auch Lkw-Fahrer besser auf den Verkehr achten würden, ließen sich viele der häufig tödlichen Kollisionen vor allen an Kreuzungen verhindern. Das zeigt eine neue Auswertung der Unfalldatenbank der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Die Experten fordern daher, dass in allen schweren Lastwagen Abbiegeassistenten zum Einsatz kommen.

Mit dem Fahrrad durch Herbst und Winter: Schwarze Jacke ein No-go

„Wer sich auch im Herbst und Winter in den Fahrradsattel schwingt, muss besonders auf gute Sichtbarkeit achten“, erinnert Stefanie Ritter aus der DEKRA-Unfallforschung. „Ein absolutes No-go sind schwarze Hosen und Jacken, die den Radler ganz schwer erkennbar machen. Bei schlechter Sicht ist helle Kleidung, am besten versehen mit retroreflektierenden Elementen, eine halbe Lebensversicherung.“ Sie empfiehlt sogar, spätestens bei einsetzender Dämmerung eine Warnweste überzuziehen.

Todesgefahr am Stauende: Zu geringer Abstand häufigste Ursache für Lkw-Unfälle

In den vergangenen Wochen haben sich auf Deutschlands Autobahnen mehrere tödliche Verkehrsunfälle ereignet, weil Lastwagen in ein Stauende gerast sind. Bei einem weiteren Unfall sind heute auf der A 61 bei Koblenz zwei Autoinsassen offenbar schwer verletzt worden. Dass diese Unfälle keine Seltenheit sind, belegt die amtliche Statistik des Jahres 2014: Rund 60 Prozent der tödlichen Unfälle mit Lkw-Fahrern als Hauptverursachern waren Zusammenstöße mit vorausfahrenden oder stehenden Fahrzeugen. Eine der…

ADAC-Unfallforschung hat Unfalldaten junger Fahrer ausgewertet> Hohes Risiko und zu wenig Erfahrung oft tödlich

Schleudern als typisches Unfallschema Alte Autos oft ohne ESP Das Risiko eines schweren oder tödlichen Unfalls ist bei jungen Fahrern zwischen 18 und unter 25 Jahren fast doppelt so hoch wie beim Rest der Bevölkerung. Pro Jahr sind in dieser Altersgruppe nach Angaben des Statistischen Bundesamts knapp 500 Tote und 10.000 Schwerverletzte zu beklagen, obwohl sie nur acht Prozent der Bevölkerung in Deutschland ausmacht. Eine aktuelle Untersuchung der ADAC-Unfallforschung bestätigt…

Gefahr durch kippende Leicht-Lkw-Gespanne

Unfallforschung der Versicherer (UDV): Studie zeigt großes Seitenwindrisiko Nach stürmischen Wetterlagen wird häufig darüber berichtet, dass Lkw-Gespanne mit einer zulässigen Gesamtmasse bis 12 Tonnen von Seitenwind aus der Spur gebracht oder sogar umgeworfen wurden. Damit sind erhebliche Gefahren für den Fahrer, vor allem aber für den nachfolgenden und entgegenkommenden Verkehr verbunden. Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat deshalb in einem Forschungsprojekt untersucht, ob es sich um ein erhebliches Problem im…

Wohnmobile im Straßenverkehr: Crashtest der Unfallforschung der Versicherer

UDV-Studie offenbart vielfältige Gefahrenpotenziale Von Petra Grünendahl Zu Dritt sind sie unterwegs, in einem Wohnmobil der 3,5-Tonnen-Klasse, die gängigste Größe von Reisemobilen, wie sie auch Führerscheininhaber der Klasse B fahren dürfen. Das benutzte Geschirr ist zwar abgeräumt, steht aber auf der Küchenablage. Drei Kisten Sprudelwasser hatte man noch im Getränkemarkt geholt, bevor die Fahrt weiter ging: Die stehen aufeinander gestapelt hinten im Gang, davor liegt Pfiffi, ein Hund von ca….

Motorradunfälle: Landstraßen müssen sicherer werden

ADAC analysiert Stellen, an denen es zu Zweiradunfällen kam Ein Viertel der von der ADAC-Unfallforschung bislang analysierten 20.018 Verkehrsunfälle sind Motorradunfälle. Damit sind Biker überproportional am Unfallgeschehen beteiligt. Um ihr Risiko zu senken, trägt eine umfassende Instandsetzung der Landstraßen bei. Eine wichtige Erkenntnis der Experten lautet: Die Beschaffenheit der Straße spielt bei Motorradunfällen eine zentrale Rolle. So sind etwa Längsrillen und hervortretende Reparaturstellen extrem gefährlich. Die Seitenräume von Straßen sollten…

Sicher nach der Winterpause: Motorrad-Training bringt Fahrer auf Vordermann

Zu Frühlingsbeginn stehen viele Motorradfahrer in den Startlöchern. Nach der Winterpause muss nicht nur die Maschine wieder auf Vordermann gebracht werden; auch die eigenen Fähigkeiten können eingerostet sein. Die ADAC-Motorrad-Trainings machen Zweirad-Piloten fit für die neue Saison. Neben dem Basis- und Intensiv-Training gibt es auch spezielle (Wieder-)Einsteiger- und Perfektions-Trainings. 2015 besuchten 37.685 Motorrad-Begeisterte ein Training des ADAC, eine Steigerung um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders beliebt war das Intensiv-Training…

Unfallforschung der Versicherer: Rad fahren im Winter erfordert Rücksicht und Vorsicht

Radfahrer leben im Winter gefährlicher: Das Risiko, bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen, ist für sie in den Monaten Oktober bis März höher, als in den Sommermonaten. Radverkehr im Winter erfordert deshalb besondere Vorsicht und Rücksicht von allen Beteiligten. Und je härter und wechselhafter das Wetter, desto schwieriger die Bedingungen für Zweiradfahrer, die immer häufiger ganzjährig und auch bei Eis und Schnee unterwegs sind. Die Unfallforschung der Versicherer (UDV)…