Fahrradfahrer profitieren kaum vom Fußgängerschutz am Auto

Automatische Notbremse mit Radfahrererkennung notwendig Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat in einer aktuellen Studie festgestellt, dass Radfahrer kaum von den konstruktiven Verbesserungen an Autos hinsichtlich des Fußgängerschutzes profitieren. Speziell zum Schutz von Radfahrern wurden bisher keine Maßnahmen eingeführt. Nur ein spezieller Airbag, der den gesamten Scheibenrahmen abdeckt, könnte einen deutlichen Sicherheitsgewinn für Radfahrer bringen. Der wäre aber konstruktiv aufwendig und teuer und wird von keinem Hersteller angeboten. Den größten…

Kampf der Kopfschutzsysteme: Welcher Seiten-Airbag schützt am besten?

Neuer, verschärfter ADAC-Crashtest Curtain-Airbag hat im Crash-Duell die Nase vorn Thorax-Kopf-Airbag stößt an seine Grenzen Alles Gute kommt von oben – zumindest gilt dies für den aktuellen ADAC-Pfahlaufpralltest. Der Automobilclub untersuchte dabei, welches Kopfschutzsystem die Insassen bei einem Crash nach den neuen, verschärften Euro NCAP-Kriterien am besten schützt. Zum Crash-Duell im ADAC-Testzentrum in Landsberg am Lech traten die beiden derzeit gängigen Seiten-Kopfschutzsysteme an: der in der Sitzlehne verbaute Thorax-Kopf-Airbag und…

UDV-Studie: Pedelecs sind im Straßenverkehr nicht gefährlicher als Fahrräder

Elektrisch unterstützte Fahrräder, sogenannte Pedelecs, sind nicht grundsätzlich gefährlicher als Fahrräder. Das hat die Unfallforschung der Versicherer (UDV) herausgefunden. Demnach fahren Pedelecs-Nutzer mit einer Tretunterstützung bis 25 km/h – das sind die am häufigsten gekauften – zwar im Schnitt geringfügig schneller als Radfahrer, erleben im Alltag dadurch aber nicht spürbar mehr riskante Situationen. Deutlich schneller sind die sogenannten S-Pedelecs mit einer Tretunterstützung bis maximal 45 km/h unterwegs. Aber auch sie…

20 Jahre Elektronisches Stabilitätsprogramm in Serienfahrzeugen: 6.000 Unfalltote weniger

ESP auch beim Gebrauchtwagenkauf wichtig Das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) ist nach Gurt und Airbag das wichtigste Sicherheitssystem für Autos. Rund 200.000 Unfälle mit Verletzten konnten nach Angaben der Unfallforschung der Versicherer (UDV) allein in den Jahren 2000 bis 2013 durch den Schleuderschutz verhindert werden. Rund 6.000 Menschen wurden im gleichen Zeitraum vor dem Unfalltod bewahrt. „Eine Erfolgsgeschichte der Verkehrssicherheit“, so der Leiter der UDV, Siegfried Brockmann, „allerdings mit zähem Start.“…

Oben ohne, aber mit Köpfchen: Cabriofahrer sollten zum besseren Schutz beim Überschlag die Sitzposition möglichst tief wählen

Frühlingszeit ist Cabriozeit. Offen zu fahren macht Spaß, birgt aber die Gefahr, bei Unfällen mit Überschlag schwer verletzt zu werden. Der ADAC rät Cabriofahrern deshalb dazu, zur Erhöhung der Sicherheit die Sitzposition möglichst tief zu wählen, weil sich die Sicherheitsreserve beim Überschlag erhöht. Die Fahrzeuginsassen sollten nie über den Kopfschutz hinausragen. Auf allen Plätzen im Cabrio sollten zudem Gurtstraffer verbaut sein. Das sind die Ergebnisse eines Überschlagstests des ADAC vom…

Unfallforschung: Auf Straßenkreuzungen droht größte Gefahr

Risiko für Biker, bei einem Unfall zu sterben, ist 16-mal so hoch wie für Autofahrer Analysen der ADAC Unfallforschung zeigen, dass das Risiko, bei einem Unfall ums Leben zu kommen, für Motorradfahrer 16-mal so hoch ist wie für Pkw-Insassen. Der Club hat mehrere Faktoren identifiziert, die für schwere und tödliche Unfälle mitverantwortlich sind. Ein Grund für den oft tödlichen Ausgang von Motorradunfällen ist, dass Autofahrer die Zweiradfahrer übersehen. Diese sogenannten…

Senioren im Straßenverkehr sicher unterwegs

ADAC Unfallforschung: An Straßeneinmündungen und Kreuzungen sind Personen über 65 Jahren aber besonders häufig in Unfälle verwickelt Senioren im Straßenverkehr sind besser als ihr Ruf. 2013 betrug ihr Anteil an Unfällen mit Personenschaden 11,8 Prozent. Dies entspricht einer – gemessen am Seniorenanteil der Gesamtbevölkerung von rund 21 Prozent – unterproportionalen Unfallbeteiligung (Quelle: Statistisches Bundesamt). Aber: Die Beteiligung von älteren Menschen an Abbiege- oder Kreuzungsunfällen ist hoch. Jeder dritte Crash mit…

Motorrad: Fahrertyp hat großen Einfluss auf das Unfallgeschehen

Neue Motorradunfall-Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) Mehr als die Hälfte aller Unfälle (52 Prozent), in die im Jahr 2012 Motorradfahrer verwickelt waren, haben diese auch selbst verursacht. 58 Prozent davon waren Alleinunfälle ohne weitere Beteiligte. Um die Unfallursachen genauer zu analysieren, hat die Unfallforschung der Versicherer (UDV) jetzt 194 schwere Motorradunfälle im Saarland unter anderem direkt an der Unfallstelle detailliert untersucht. Wichtigste Ergebnisse der Studie: „Junge Fahrer“ und „sportliche…

Radfahrer: Vorsicht auf der Landstraße

Jugendliche Fahrradfahrer bis 14 Jahre besonders gefährdet Helmtragequote immer noch viel zu niedrig Dunkelziffer bei Fahrradunfällen sehr hoch Radfahren ist 2013 in Deutschland insgesamt sicherer geworden. So sank die Zahl der auf allen Straßen getöteten Radfahrer um erfreuliche 12,8 Prozent*. Auch die Anzahl der schwer verletzten Radler (–4,7 Prozent) ging zurück. Vergleicht man aber die Unfallzahlen im Stadtverkehr mit denen auf dem Land, erkennt man eine deutlich höhere Unfallgefahr für…

EuroNCAP: Wie sicher sind Elektroautos?

Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) testet für EuroNCAP Chancen und Risiken der Elektromobilität Elektromobilität ist zur Zeit in aller Munde. Viele Leute sehen sie als Heilsbringer für die Zukunft angesichts der Endlichkeit fossiler Energieträger. Andere sind eher skeptisch – und das aus mehreren guten Gründen (zu teuer, zu geringe Reichweite etc.). Zum ersten Mal war 2011 ein reines Elektroauto unter den bewerteten Fahrzeugen im EuroNCAP. Es wurde mit vier Sternen bewertet….

Insassensicherheit: Barrierecrash nicht aussagekräftig

Bei einem Crashtest Auto gegen Barriere verhält sich ein Fahrzeug teilweise anders als bei einem Realunfall. Das zeigt ein ADAC-Test, bei dem zwei vergleichbar große Pkw mit 40 Prozent Überdeckung und jeweils 56 km/h Geschwindigkeit kollidieren. Ergebnis: Sowohl beim Peugeot 308 als auch beim Ford Fiesta, die beide mit fünf Sternen im EuroNCAP als überdurchschnittlich sicher gelten, steigt das Verletzungsrisiko deutlich an, weil sich die Energie aufnehmenden tragenden Strukturen der…

DVR-Presseseminar: Risikogruppe „Junge Fahrer“

„Junge Fahrer tragen das höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr“, so Dr. Dirk-Antonio Harms vom Institut für Verkehr und Umwelt (IVU) auf einem Presseseminar des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). Haupttodesursache für junge Menschen im Alter von 18 bis 24 Jahren ist das Fahren eines Pkw oder das Mitfahren in einem Pkw. Jeder Fünfte (20 %) Verunglückte oder Getötete gehört in die kritische Altersgruppe, der nur jeder Zwölfte (8,2 %) der Gesamtbevölkerung angehört. Die…

Kleinwagen-Cabrios: Kleine Flitzer offen unterwegs (Wildhaus 2007)

Von Petra Grünendahl Cabrios sind beliebt, vor allem in Deutschland. Fast 1,8 Mio. der in Deutschland zugelassenen Pkw sind Cabrios (3,8 Prozent), über 144.000 wurden 2006 neu zugelassen (4,2 Prozent). Dank Stahlfaltdach oder hochwertigerer Gestaltung und verbesserter Dämmung der Stoffverdecke sind sie heute sogar häufig ganzjährig unterwegs, denn auch an sonnigen oder wärmeren Wintertagen lässt es sich gut offen fahren. Das Fahren unter freiem Himmel birgt gewisse Risiken. Einige dieser…

Fahrassistenzsysteme: Elektronische Unterstützung für den Fahrer – Weniger Unfälle, minderschwere Unfallfolgen (Wildhaus 2006)

Von Petra Grünendahl Früher zielte Sicherheit im Auto auf eine Verbesserung der passiven Sicherheitsmerkmale. Die schützen die Insassen aber erst nach einem Crash. Neuere Sicherheitssysteme greifen nicht erst im Falle eines Unfalles, sondern helfen schon davor, diesen zu vermeiden oder seine Auswirkungen zu mindern. Hier hat sich schon viel getan in den letzten Jahrzehnten, aber die Entwicklung schreitet stetig und schneller voran. Aktive Sicherheitssysteme sind zum einen solche, die informieren…

Der Sicherheitsgurt: Mit Sicherheit kein alter Hut! (Wildhaus 2005)

Von Petra Grünendahl „Selbst erfahrenen Verkehrspolizisten sind immer wieder erstaut, wenn es an die Kontrolle der Sicherungspflicht im Auto geht. Gurt anlegen? – Nein, danke!“, meldete kürzlich eine westdeutsche Regionalzeitung. Von 1.886 kontrollierten Autofahrern wurden in Düsseldorf 130 Fahrer ohne Gurt erwischt, dazu kamen 35 Kinder, die nicht oder nur unzureichend gesichert waren. Streng genommen waren diese Zahlen ja noch recht gut, liegt bei dieser innerstädtischen Kontrolle die Sicherungsquote der…

Dekra crasht den VW Fox: Billig, aber sicher! (2005)

Von Petra Grünendahl Besonders preiswerte Neuwagen ziehen zunehmend das Interesse der Autokäufer auf sich. Aber wie steht es um deren Sicherheit. Nach dem blamablen Abschneiden des rumänischen Billig-Autos Dacia Logan stellte sich diese Frage jetzt beim neuen VW Fox, den die Wolfsburger in Brasilien bauen lassen. Die Unfallforschung der Dekra hat in ihrem Crash-Test-Center in Neumünster im Auftrag der Auto Bild den VW Fox nach EuroNCAP-Standards gecrasht: mit Tempo 64…

Dacia Logan – VW Golf IV: Nur aus einem kommt man heil raus … (2005)

Von Petra Grünendahl Die Auto Bild hat im Frühjahr 2005 zwei Autos miteinander verglichen: einen neuen Dacia Logan mit einem alten VW Golf IV. Beide Fahrzeuge sind in der getesteten Version für etwa 8.800 Euro (der Dacia Logan war ein Importmodell vor dem deutschen Marktstart) zu haben. Dem Vergleich, was die beiden Fahrzeuge für das Geld bieten, folgte der Test, welche Sicherheitsreserven im Falle eines Frontalcrashs unterm Blechkleid stecken. Im…

Crastest: Kleine Autos – große Risiken?

Von Petra Grünendahl Kleine Autos sind zumeist günstig in Anschaffung und Unterhalt, praktisch bei kleinen Parklücken und wendig beim Einparken oder im Stadtverkehr. Kleinstwagen wie Daihatsu Cuore, Fiat Panda (inkl. Seat Marbella), 500 (Cinquecento) oder Seicento, Ford Ka, Peugeot 106, Renault Twingo, Seat Arosa, Smart Fortwo oder VW Lupo stellen in Deutschland mit 1,74 Mio. Fahrzeugen immerhin 3,9 Prozent des Gesamtbestandes. Ob als Erstauto von Studenten oder Azubis oder als…

Golf II gegen Golf IV: Schlechte Karten in alten Autos (2001)

Von Petra Grünendahl Die alten Golf-Modelle der ersten und zweiten Generation sind typische Anfänger-Autos. Langlebig, billig zu haben und wenn mal ne kleine Beule dran kommt, ist es nicht so schlimm. Solche Autos sind für wenige Hunderte bis knapp über einen Tausender zu haben und tun einem Führerscheinneuling in der Kasse nicht so weh. Neue Autos zeichnen sich außer durch den erheblich höheren Preis auch in punkto Crashsicherheit durch immer…