Sicher durch den Herbst

Herbstlaub. Foto: TÜV Süd.
Herbstlaub. Foto: TÜV Süd.
Jetzt schlägt das Wetter Kapriolen. Es wird neblig, stürmisch, nass und schnell dunkel. Blätter fallen, erste Nachtfröste ziehen übers Land.

Der Herbst präsentiert sich mit all seiner Ungemütlichkeit – und einer hohen Unfallgefahr. Kreuzen zudem noch Wild und Erntefahrzeuge die Wege der Autofahrer, kann es brenzlig werden.

„Autofahrer müssen sich in den kommenden Wochen auf schlechte Sicht, Aquaplaning, überfrierende Nässe und das sogenannte Bauernglatteis – verursacht durch Schmutz von Erntefahrzeugen, einstellen“, warnt Ulrich Köster vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe. Mit diesen Tipps kommt jeder sicher durch den Herbst.

Fahrzeug trocken und topfit halten
Nur wer gesehen wird und gut sieht, kommt gut ans Ziel. In den frühen Morgenstunden beschlagen jetzt die Scheiben oder sind vom Frühreif vereist. Alle Gläser müssen vollständig freigekratzt werden. Kleine Gucklöcher sind tabu.

Damit es gar nicht erst zum Beschlagen kommt, werden feuchte Innenräume und Lüftungsschlitze trockengelegt. Kritisch sind Fußmatten, Kofferräume, Reserveradmulden und Laub auf Schiebedächern, zwischen Motorhaube und Windschutzscheibe.

Nicht vergessen: Schuhe vor dem Einsteigen abklopfen. Das verbannt die Nässe aus dem Innenraum und verhindert das gefährliche Abrutschen von den Fußpedalen.

Licht an am Tag! lautet jetzt die Regel. Das ist allerdings nur sinnvoll, wenn die Scheinwerfergläser sauber sind und die Leuchten funktionieren. Beste Gelegenheit, während des Licht-Tests von Kfz-Gewerbe und Deutscher Verkehrswacht im Oktober die Fahrzeugbeleuchtung kostenlos prüfen zu lassen. Kleine Mängel werden sofort und ohne Aufpreis behoben.

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Weil im Herbst die Aquaplaning-Gefahr steigt, gilt der kritische Blick vorsorglich und regelmäßig den Reifen. Ist die Profiltiefe noch ausreichend? Stimmt der Reifendruck? Besonders bei Starkregen verlieren die Pneus sonst schnell den Kontakt zur Fahrbahn.

Fahrweise der Witterung und Sicht anpassen
„Nur wer vorausschauend, mit ausreichend Abstand und gedrosseltem Tempo fährt, vermeidet auf regennassen, mit Laub und Erde bedeckten rutschigen Straßen Unfälle“, rät Köster.

In der Morgen- und Abenddämmerung tauchen unverhofft in Nebelbänke auf, und besonders an Waldrändern ist mit Wildwechsel zu rechnen. Sinkt die Sicht auf weniger als 50 Meter, sollte die Tachonadel diesen Wert auch nicht überschreiten.

Die Nebelschlusslampe warnt den nachfolgenden Verkehr. Hirsch und Reh flüchten, wenn sie mit kurzem Hupen gewarnt werden. Bei eingeschaltetem Fernlicht verlieren sie dagegen die Orientierung.

Nach der Sommerhitze folgt heftiger Regen. Muss der Scheibenwischer auf höchster Stufe arbeiten, sofort das Tempo verringern. Bei Aquaplaning helfen ESP und ABS nur bedingt.

In diesem Fall: auskuppeln, nicht mehr bremsen und lenken, bis die Reifen wieder greifen. Spurrillen, meist auf der rechten Fahrbahn mehrspuriger Straßen, nehmen Autofahrer am sichersten versetzt.

– Pressemeldung des ZDK Znetralverband Deutsches Kfz-Gewerbe –
Foto: TÜV Süd

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