Unwetter verhageln das Fahren

Sie tragen klangvolle Namen wie „Quintia“, „Elvira“ oder „Friederike“, verheißen aber nichts Gutes. Die Tiefs brachten 2016 Stürme und Starkregen mit Schäden in Milliardenhöhe. Zuletzt drückte „Axel“ im Januar mit Orkanstärke die stärkste Sturmflut seit zehn Jahren an die Ostseeküste und so manches Auto in die Fluten. Kalt erwischte es die Fahrzeugführer dabei auch auf Glatteis und Schnee. Gegen die Naturgewalten kann man sich schützen – mit angepasster Fahrweise und Versicherungen. Das nächste Frühjahrsunwetter mit Hochwasser, Sturm und Starkregen kommt bestimmt.
 
So kommen Autofahrer sicher an
In stürmischen Zeiten hilft nur eins: Einen Gang runterschalten, vorausschauend und mit großem Sicherheitsabstand fahren, am besten aber das Auto stehenlassen. Tabu sind geflutete Unterführungen und Tunnel sowie das Parken in hochwassergefährdeten Zonen. Wasser im Ansaugtrakt führt zu kapitalen Motorschäden. Unfallpotenzial bergen Böen und Seitenwind auf Brücken, nach Tunnelausfahrten oder dem Überholen von Trucks und Bussen. Gegenlenken bringt Spurtreue. Das Verkehrszeichen „Seitenwind“ weist zusätzlich und vielerorts auf die Gefahr hin. Und wer die Wahl hat, parkt windgeschützt weitab von Bäumen.
 
So regulieren die Versicherungen
Autofahrer sind bei Unwetterschäden mit einer Teilkasko-Police bestens bedient. Sie reguliert, wenn Fahrzeuge im Wasser versinken oder Sturm Äste auf Autodächer krachen lässt. Dafür muss der Wind aber wie bei „Axel“ mit mindestens Stärke acht um die Ecke fegen. Gezahlt werden abzüglich der vereinbarten Selbstbeteiligung die Reparaturkosten und im Falle eines Totalschadens der Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs. In die Bredouille geraten allerdings Autobesitzer, die ihr Fahrzeug trotz Warnung im Hochwassergebiet stehen lassen oder durch überflutete Unterführungen fahren. Sie bleiben auf einem Teil der Kosten sitzen und bekommen bei Vorsatz gar keinen Cent.
 
Hier gibt es Hilfe
Vor den Naturgewalten warnen der Deutsche Wetterdienst, aber auch Medien oder Automobilklubs. Viele Versicherer informieren ihre Kunden per App, SMS oder Mail über die drohende Gefahr.
 
– Presseinformation des ZDK Zentralverband deutsches Kfz-Gewerrbe / ProMotor –
Foto:ADAC/Victor Machado
 

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