Reifenwechsel: Sichere Fahrt in den Sommer

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Mit der Umstellung auf die Sommerzeit wird der Frühling eingeläutet. Das Signal für die Halter der 43,8 Millionen Autos in Deutschland, sich um die Umbereifung der Fahrzeuge zu kümmern. Denn wer im Sommer sicher Auto fahren will, für den gilt: Sommerreifen im Sommer!

Reifencheck beim Experten. Foto: DVR.
„Reifen sind das einzige, was das Fahrzeug mit der Straße verbindet. Deswegen sollten bei Reifen keine Kompromisse gemacht werden“, erklärt Sandra Demuth, Referatsleiterin Öffentlichkeitsarbeit Initiativen und Veranstaltungen des Deutschen Verkehrssicherheitsrates e.V. (DVR). Mit der Initiative Reifenqualität informiert der DVR gemeinsam mit seinen Partnern Autofahrer über die Bedeutung des Reifens als wichtigen Sicherheitsfaktor. Untersuchungen zeigen: Viele Autofahrer schenken ihren Reifen wenig Beachtung. Beispielsweise prüft nur ein Bruchteil der Autofahrer wie empfohlen den Reifendruck bei jedem zweiten Tankstopp. Erkennbar ist auch der Trend bei einigen Autofahrern, die Winterreifen im Sommer weiter zu nutzen. Keine gute Idee, wissen Sicherheitsexperten. Sommerreifen und Winterreifen sehen zwar ähnlich aus, verfügen aber über grundlegend andere Eigenschaften.

Schwarz und rund?
Während Sommerreifen über eine recht harte Gummimischung verfügen, die die Reifen auf dem im Sommer bis zu 50 °C heißen Asphalt volle Leistung bringen lassen, sind Winterreifen auf die Herausforderungen der kalten Jahreszeit ausgerichtet: Die weiche Gummimischung bei Winterreifen sorgt dafür, dass das Gummi auch bei niedrigen Temperaturen nicht verhärtet. Auch das Profil unterscheidet sich grundlegend: Winterreifen verfügen über Lamellen – feine Profileinschnitte – die dafür sorgen, dass sich der Reifen bei winterlichen Straßenverhältnissen optimal mit dem Untergrund verzahnt. Sommerreifen haben dagegen gröbere Profilblöcke mit viel Volumen, um auf nassen Straßen möglichst schnell möglichst viel Wasser abzutransportieren und Aquaplaning zu vermeiden. Sommer- und Winterreifen sind also jeweils Spezialisten auf ihrem Gebiet und sorgen dafür, dass Autofahrer und deren Beifahrer sicher ans Ziel kommen. Übrigens: Von O(stern) bis O(ktober) ist Sommerreifenzeit. Diese Faustregel erinnert an den Zeitpunkt für die anstehende Umrüstung.

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Drei Tipps für die Umbereifung

  • Lassen Sie Ihre Reifen im Fachhandel oder einer Kfz-Werkstatt prüfen. Die Experten erkennen schnell, ob der Reifen fit ist für den Sommer oder ausgetauscht werden sollte. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe für Pkw-Reifen liegt bei 1,6mm. Zu wenig, sagen Sicherheitsexperten. Der DVR und seine Partner empfehlen 3 mm Sicherheitsprofiltiefe für Sommerreifen und 4 mm Sicherheitsprofiltiefe für Winterreifen. Reifen, die über weniger Profil verfügen, sollten erneuert werden.
  • Entscheiden Sie sich für Qualitäts-Sommerreifen. Denken Sie an Ihre Sicherheit und machen Sie bei der Wahl Ihrer Reifen keine Kompromisse. Die aktuellen Reifentests der Automobilclubs, Prüfgesellschaften und Fachmedien, das EU-Reifenlabel und eine Beratung im Fachhandel können Anhaltspunkte für die Entscheidung für einen Reifen sein.
  • Wer sein Leben liebt, pflegt seine Reifen. Schenken Sie Ihren Reifen auch außerhalb der Umbereifungszeit Aufmerksamkeit. Bei jedem zweiten Tankstopp reichen 5 Minuten, um einen kurzen Sichtcheck durchzuführen: Gibt es Beschädigungen am Reifen? Fehlen Ventilkappen? Wie ist der Zustand des Profils? Ist der Reifendruck korrekt eingestellt? Bei Auffälligkeiten oder Unsicherheiten reicht eine Fahrt zum Fachhandel oder in die Kfz-Werkstatt. Dort prüfen Experten Ihre Reifen auf Fahrsicherheit.

Weitere Informationen zur Wartung von Reifen und ihren Qualitätsmerkmalen, sowie eine Datenbank mit Reifenfachhändlern finden Autofahrer auf reifenqualitaet.de
Initiative Reifenqualität – „Ich fahr auf Nummer sicher!“
DVR Deutscher Verkehrssicherheitsrat

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