Herbstzeit ist Erntezeit

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Erntefahrzeug sind Gefahrenquellen. Foto: sr52 / shutterstock 1066667117.
Im Spätsommer und Herbst ist es soweit: Die Landwirte holen die Ernte ein. Auf den Straßen rollen Mähdrescher, Rübenroder, Häcksler und Traktoren mit überlangen Anhängern zwischen den Feldern und Gehöften. Für Autos und besonders Motorräder gilt daher als oberstes Gebot: vorausschauend und bremsbereit fahren, runter vom Gas und Sicherheitsabstand erhöhen.

Erntemaschinen haben oft Überbreiten
Die Erntemaschinen mit ihren Überbreiten reichen oft in die Gegenfahrbahn. Dann heißt es für Auto- und Motorradfahrer in beiden Fahrtrichtungen: Ruhe bewahren. Kommt einem ein derart überbreites Fahrzeug entgegen, sollte man rechts an den Straßenrand fahren und warten, bis es vorbeigefahren ist. Wer hinter einem Erntefahrzeug fährt, sollte unbedingt ausreichend Abstand halten und stets bremsbereit sein. Dies gilt besonders auch deshalb, weil Ladung vom Traktor fallen könnte. Erntefahrzeuge können bis zu drei Meter in die Breite gehen, in Ausnahmefällen sogar darüber. Teils ragen auch Anbauten in den Gegenverkehr. Das kann vor allem beim Überholen und Ausweichen gefährlich werden. Lieber den Giganten langsam folgen. Meistens legen sie keine allzu weiten Strecken auf den Straßen zurück.

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Achtung beim Abbiegen
Biegen Traktoren mit Anhängern oder Aufbauten ab, ist besondere Aufmerksamkeit gefordert. Die Fahrzeuge haben einen größeren Kurvenradius und holen meistens nach links über die Fahrbahnmitte aus, wenn sie rechts abbiegen. Oder sie werden über die Hinterachse gelenkt, weshalb das Heck beim Abbiegen stark ausschert. Dabei können Anbauteile wie etwa Pflüge mitschwenken. Besondere Achtsamkeit ist bei Mähdreschern oder Häckslern geboten. Immer wieder verdecken Schlamm oder überstehende Ladeteile die Beleuchtungsanlage der Erntefahrzeuge, so dass man weder Bremslicht noch Blinker des Erntefahrzeugs sehen kann. Ein ausreichender Abstand bietet auch hier größtmögliche Sicherheit.

Verschmutzte, rutschige Fahrbahn
Zur Erntezeit kann es auf der Straße durchaus glatt werden: Das sogenannte „Bauernglatteis“ entsteht, wenn die landwirtschaftlichen Arbeitsgeräte vom Feld auf die Straße fahren und Erde und Staub auf die Straße bringen. Kommt Regen und auch noch Laub dazu, ist die Rutschbahn vorprogrammiert. Darauf sollten Autofahrer und besonders Biker an Ein- und Ausfahrten bewirtschafteter Felder achten. Vorsicht ist auch geboten, wenn Mähdrescher & Co. bei ihrer Arbeit auf dem Feld große Staubwolken erzeugen. Dann gilt der Grundsatz: Fuß vom Gas, Abstand halten und bremsbereit durch diese oft undurchsichtigen Nebelschwaden fahren.
Pro Motor / ZDK Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
Foto: sr52 / shutterstock 1066667117

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