Reisen mit Kindern: ADAC-Tipps für längere Fahrten bei heißen Temperaturen und für „Toiletten-Pausen“

adac_logo_Das stauträchtigste Wochenende der Sommerferien steht vor der Tür: Ganz Deutschland ist jetzt auf Achse, auch in den letzten Bundesländern haben diese Woche die Sommerferien begonnen. Wer mit Kindern unterwegs ist, muss besonders gut vorbereitet sein. Gerade für längere Fahrten sollten die Eltern Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten bereithalten. Papier, Stifte, Mal- und Bilderbücher vertreiben die Langeweile, ebenso ein CD-Spieler, für ältere Kinder können auch Spielkonsolen eingepackt werden.

Die meisten Eltern kennen auch dieses Problem: Kaum geht es los, müssen die Kinder schon zur Toilette. Doch selbst wenn es noch so dringend ist: Auf gar keinen Fall dürfen Autofahrer für die „Pipi-Pause“ einfach auf der Autobahn rechts ranfahren, warnt der ADAC. Der Standstreifen ist in Notfällen für Pannen- und Einsatzfahrzeuge reserviert. Jedes weitere Anhalten auf dem Standstreifen birgt das Risiko eines schweren Unfalls und kann außerdem als Ordnungswidrigkeit angesehen werden: Beim „Halten“ drohen 30 Euro Bußgeld, beim „Parken“ (länger als drei Minuten) auf dem Standstreifen könnten sogar 70 Euro und ein Punkt fällig werden.

Deswegen sollte immer die nächste Raststätte oder der nächste Autobahn-Parkplatz angesteuert werden. Doch auch hier gibt es innerhalb Deutschlands einiges zu beachten. Wenn der Parkplatz keine Toilette hat und nur, wenn es wirklich sein muss, dürfen die Kinder auch ins Gebüsch machen. Aber möglichst nicht direkt neben den parkenden Wagen: Andere Reisende könnten durch die Hinterlassenschaften laufen oder sich belästigt fühlen – auch dann droht eine Geldbuße. Wenn der Parkplatz eine Toilette hat, muss diese benutzt werden, denn grundsätzlich ist die Verrichtung in der Öffentlichkeit nicht erlaubt.

Auf den Autobahnen ist regelmäßig ausgeschildert, wann eine Raststätte zu erreichen ist. Bei Kleinkindern kann es ratsam sein, für die Fahrt in den Urlaub noch einmal eine Windel zu benutzen. Ältere Kinder schaffen es meistens doch bis zur nächsten Toilette.

Muss das Auto in der Sonne geparkt werden, zum Beispiel an einem Rastplatz, erreichen die Temperaturen im Fahrzeug schnell mehr als 60 Grad. Der ADAC rät, zunächst alle Fenster zu öffnen, damit für einen Luftaustausch gesorgt ist. Dann sollte die Klimaanlage eingeschaltet werden. Nach einigen Metern Fahrt, sobald der Innenraum sich abgekühlt hat, werden die Fenster am besten wieder geschlossen, damit die Klimaanlage richtig arbeiten kann. Wenn es sehr heiß ist, kann mit Sonnenblenden an den hinteren Fenstern die Fahrt erträglicher gestaltet werden.

Auf keinen Fall dürfen Kinder im Auto zurückgelassen werden – auch dann nicht, wenn der Wagen im Schatten abgestellt wird oder nur kurz verlassen wird. Denn durch den sich ändernden Sonnenstand kann es im Auto schnell sehr heiß werden. Dann reichen schon wenige Minuten, um einen Kreislaufkollaps zu erleiden.

Übrigens: Auch die Reifen leiden beim längeren Parken in der prallen Sonne, manchmal entsteht ein sogenannter „Standplatten“. Das bedeutet, dass das Gewicht des Fahrzeugs den Reifen eindrückt, die Luft entweicht aber nicht. Der Wagen fährt sich dennoch zunächst sehr unruhig. Nach ein paar Kilometern hat sich das Problem meistens wieder von selbst erledigt.

– Presseinformation des ADAC Nordrhein –

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