Sichtbehinderung am Steuer: Abgelaufene Maut-Vignetten sofort entfernen

  • Sichtschatten gefährdet vor allem Fußgänger, Rad- und Motorradfahrer
  • Halterungen für Handy und Navigation nicht mitten im Sichtfeld montieren
  • Deko am Innenspiegel sorgt zusätzlich für gefährliche Ablenkung

Wer sicher unterwegs sein möchte, braucht neben einem technisch einwandfreien Fahrzeug vor allem eins: gute Sicht. Allzu viele Autofahrer verbauen sich allerdings selbst das Sichtfeld – mit Navi-Halterungen, Deko am Innenspiegel und ständig wachsenden Sammlungen von Maut-Vignetten. Die DEKRA Sachverständigen warnen davor und raten: Nur was unbedingt notwendig ist, sollte an der Windschutzscheibe kleben.

Alte Vignetten sollte man am besten entfernen: Sie behindern die Sicht. Foto: Dekra.
Alte Vignetten sollte man am besten entfernen: Sie behindern die Sicht. Foto: Dekra.
So empfiehlt DEKRA-Unfallexperte Jörg Ahlgrimm: „Jetzt zum Jahresbeginn oder nach dem Skiurlaub sollten zum Beispiel abgelaufene Vignetten aus Österreich oder der Schweiz unbedingt entfernt werden.“ Neue Vignetten kleben am sichersten außerhalb des Wischerfelds – aber möglichst nicht neben der A-Säule, denn an dieser Stelle ist die Sicht ohnehin schon eingeschränkt.

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„Wenn hier der Sichtschatten noch verbreitert wird, und das womöglich noch mit einer ganzen Serie von Vignetten der letzten zehn Jahre, dann kann das zu schweren Unfällen führen“, warnt der DEKRA Experte. Besonders gefährdet sind Fußgänger, Rad- und Motorradfahrer, die leicht hinter einer solchen Sichtbehinderung verdeckt werden können.

Dabei sind die „Pickerl“ nicht die einzigen gefährlichen Sichtblocker. Auch Halterungen für Mobiltelefone oder Navigationssysteme werden oft im Sichtfeld angebracht. „Bei der Montage sollte man unbedingt darauf achten, dass die Geräte nur den Blick auf die eigene Motorhaube, nicht aber auf die Straße und das Verkehrsumfeld verdecken“, so Ahlgrimm.

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Besonders eindringlich warnt der Unfallexperte vor Dekorationsmaterial am Innenspiegel – vom Plüschwürfel über den Wunderbaum bis zum Rosenkranz. „Solche Gegenstände baumeln dort während der Fahrt herum und sorgen nicht nur für Sichtbehinderung, sondern auch für Ablenkung.“ Denn alles, was sich bewegt, führt im peripheren Bereich unseres Sichtfeldes unwillkürlich zu einer Blickzuwendung. „Dieser Mechanismus ist extrem wichtig bei tatsächlichen Gefahren von außen – etwa, wenn plötzlich ein Kind auf die Straße läuft. Wenn er aber permanent durch die Bewegung der Spiegel-Deko ausgelöst wird, ist das Ganze kontraproduktiv“, so der DEKRA-Sachverständige.

Ebenfalls ein wichtiger Aspekt zum Thema „Gute Sicht“ sind die Wischerblätter, die rechtzeitig gewechselt werden müssen, um ihren Job ordentlich erledigen zu können. „Am besten zweimal pro Jahr“, so die Empfehlung des Experten. Im Winter ist natürlich auch der passende Frostschutz im Scheibenwaschwasser Pflicht – sonst kommt es bei aufspritzendem Schmutzwasser von der Straße und tief stehender Sonne schnell zum Blindflug.

– Presseinfo und Foto: Dekra –

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