Deutscher Jagdverband (DJV) warnt vor erhöhtem Wildwechsel an heißen Tagen

Während ihrer Paarungszeit sind Rehböcke und Ricken entgegen ihrer Gewohnheiten auch tagsüber unterwegs. Der DJV rät Autofahren, an unübersichtlichen Wald- und Feldrändern besonders Aufmerksam zu sein. Dies gilt speziell an heißen Tagen, da Rehe dann besonders liebestoll sind und sich wilde Verfolgungsjagden liefern.

Während der Paarungszeit von Rehwild appelliert der DJV an Autofahrer zu erhöhter Wachsamkeit. Foto: Reinhard Siegel.
Während der Paarungszeit von Rehwild appelliert der DJV an Autofahrer zu erhöhter Wachsamkeit. Foto: Reinhard Siegel.
Laut DJV-Wildunfallstatistik kamen 2013 auf deutschen Straßen etwa 200.000 Rehe ums Leben. Hauptursache ist das hohe Verkehrsaufkommen, das sich seit 1975 vervierfacht hat. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Unfälle um das Fünffache. Autobahnen und Straßen zerschneiden den Lebensraum von vielen Wildtieren und nötigen sie zum gefährlichen Überqueren der Straßen. Grünbrücken verbinden die Lebensräume der Wildtiere wieder und können Unfälle nachhaltig reduzieren.

Rehböcke werden vom Geruch einer paarungsbereiten Ricke angezogen. Wenn es heiß wird, drehen die Rehe richtig auf. Auf den sich nähernden Bock reagiert die Ricke zunächst mit einer Flucht. Der Bock folgt ihr dabei. Dieses Treiben kann sich über Stunden oder sogar Tage hinziehen. Nach der Befruchtung kommt es bei Rehen zur Eiruhe. Diese sorgt dafür, dass der Nachwuchs erst dann zur Welt kommt, wenn es im Mai des folgenden Jahres wieder ausreichend Nahrung gibt.

– Pressemitteilung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) –
Foto: Reinhard Siegel

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