IAA 2017: Adient zeigt Lösungen für Insassenschutz beim autonomen Fahren

Sicherheit für Fahrzeuginsassen egal in welcher Sitzposition
 
Autositze moderner Fahrzeuge bieten zunehmend individualisierbare Einstellungsmöglichkeiten und Komfort-Ausstattungen. Neue Sitzpositionen verlangen jedoch gleichzeitig auch eine Überarbeitung der Sicherheitsvorrichtungen. Adient, der weltweit führende Anbieter von Automobilsitzen, arbeitet daher an neuen Sicherheitslösungen für Sitze künftiger Fahrzeuggenerationen – auch im Hinblick auf alternative Sitzkonstellationen in autonomen Fahrzeugen.
 

Adient und Autoliv begegnen gemeinsam
den Herausforderungen automatisierten
Fahrens und arbeiten an der Entwicklung
von Lösungen, die Insassensicherheit trotz
völlig neuer Sitzpositionen gewährleisten
und verbessern. Foto: Adient.
Adient gab hierzu eine strategische Partnerschaft mit dem schwedischen Unternehmen Autoliv bekannt, einem der weltweit führenden Anbieter automobiler Sicherheitseinrichtungen. Die Zusammenarbeit ermöglicht es, gemeinsam den Herausforderungen automatisier- ten Fahrens zu begegnen und an der Entwicklung von Lösungen zu arbeiten, die Insassensi- cherheit trotz völlig neuer Sitzpositionen gewährleisten und verbessern. „Unsere Kooperation sieht vor, die Konzeption integrierter Sitz-Airbagsysteme und neuartiger Gurtsysteme an die neuen Verkehrs- und Fahrzeugzustände anzupassen. Das Euro NCAP Sicherheitsprogramm und gesetzliche Vorschriften müssen entsprechend auch für neuartige rückwärtige Airbags ausgebaut werden“, sagt Dr. Detlef Juerss, Vice President Engineering & Chief Technical Officer bei Adient. Die beiden Unternehmen planen darüber hinaus in der weiteren Zusammenarbeit auch das Wertschöpfungspotenzial von Sicherheitslösungen zu fokussieren, die über den Automobilbereich hinausgehen, um Menschen sicher zu ihrem Zielort zu bringen, egal wie oder womit sie reisen.
 
Sitz erhält höhere Relevanz für den Insassenschutz
„Einer der zentralen Ansatzpunkte auf dem Weg zum autonomen Fahren ist der Wandel vom reinen Fahrer-Sitzplatz zum aktiven Sicherheitssystem“, sagt Detlef Juerss. „Der Sitz wird noch deutlich stärker als heute zu einem Bestandteil des Insassenschutzes, der mit al- len Sicherheitssystemen des Fahrzeugs vernetzt sein wird. Denn wenn sich die Sitze flexibel im Innenraum anordnen lassen, müssen sich sowohl das Airbag- wie auch das Gurtsystem wie wir es heute kennen grundlegend neu anpassen.“
 
Mit dem integrierten Sicherheitsgurt zeigt Adient auf der IAA eine Technologie, die für diese veränderten Herausforderungen eingesetzt werden kann und die Sicherheit von Passagieren in neuen Sitzpositionen erhöht. Hierbei ist der Sicherheitsgurt in den Sitz selbst integriert – und nicht wie sonst üblich, an der B- und C-Säule des Fahrzeugs montiert. Zusätzlich verfügt der Gurt über eine verbesserte Konstruktion. Sie wird nötig, da sich mit neuen Insassenpositionen auch veränderte Belastungen und Bewegungsmuster auf das Gurtsystem übertragen. „Mit dem integrierten Rückhaltesystem bieten wir den Fahrzeugherstellern bereits heute eine Lösung an, um Passagieren auch bei veränderten Sitzpositio- nen eine hohe Sicherheit zu gewährleisten“, sagt Juerss. „In aktuellen Fahrzeugmodellen wird das integrierte Gurtsystem in erster Linie bei freistehenden Businesssitzen im Premi- umsegment eingesetzt. Mit dieser Technologie sind wir darüber hinaus schon jetzt bereit, vielen Sicherheitsanforderungen des autonomen Fahrens zu begegnen. Parallel dazu arbei- ten wir gemeinsam mit Autoliv an neuen, effizienten Sicherheitssystemen für diese verän- derte Umgebung.
 
– Pressemeldung und Foto: Adient –
 

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