Alternative: Minikreisverkehr

Minikreisverkehre haben sich laut einer Studie der BASt im innerörtlichen Bereich bewährt (Bild: TU Dresden).
Minikreisverkehre haben sich laut einer Studie der BASt im innerörtlichen Bereich bewährt (Bild: TU Dresden).
Die bereits in vielen Städten angelegten Minikreisverkehre erweisen sich als oftmals gut geeignete Alternative zu den „klassischen“ Knotenpunktformen: Die Anlage steigert vielfach die Verkehrssicherheit und bewirkt einen flüssigen Verkehrsablauf. Eine Verbesserung der Erkennbarkeit ist jedoch mancherorts erforderlich, um die Situation weiter zu optimieren. Zu diesen Ergebnissen kommt eine wissenschaftliche Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt).

Minikreisverkehre sind sicher. Der geringe Platzbedarf und die niedrigen Kosten gelten als weitere Vorteile. Eine aktuelle Studie der BASt zeigt allerdings auch Verbesserungspotenzial. So können die ungünstige Gestaltung von Kreisinseln sowie die uneinheitliche Anlage von Fahrbahnteilern dazu beitragen, dass Autofahrer die Vorfahrtregelung nicht beachten und bevorrechtigte Fahrzeuge auf der Kreisfahrbahn übersehen.

Schlechte Erkennbarkeit kann bei Regen und Nässe zu einer Häufung von Unfällen mit motorisierten und nicht motorisierten Zweiradfahrern führen, die von Autofahrern übersehen oder zu spät wahrgenommen werden. Bislang wurde auch der kapazitätsmindernde Einfluss bevorrechtigter Fußgängerströme unterschätzt.

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Die Ergebnisse der nun veröffentlichten Untersuchung bieten eine gute Grundlage, die identifizierten Schwächen zu beheben. Einsatzbereiche und vor allem -grenzen von Minikreisverkehren können jetzt eindeutig festgelegt werden, die Anforderungen an eine sinnvolle Gestaltung wurden definiert. So erweist sich insbesondere die Einhaltung der notwendigen Sichtfelder als unfallverhütende Maßnahme.

– Presseinfo der BASt Bundesanstalt für Straßenwesen –
Foto: TU Dresden

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