Von Ostern bis Oktober: Zeit für Sommerreifen

Reifenwechsel beim Profi trotz Beschränkungen möglich

Reifenwechsel. Foto: Goodyear.
Von Oktober bis Ostern – so lautet die Faustformel für die Nutzung von Winterreifen. Etwas konkreter heißt das: Steigen die Temperaturen dauerhaft in den höheren einstelligen Plusbereich oder darüber, wird es Zeit für den Umstieg von Winter- auf Sommerpneus. Hierfür gibt der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV, Bonn) folgende Hinweise:

Räder- und Reifenwechsel in der Werkstatt ist, trotz der jüngst erfolgten Lockdown-Verlängerung bis zunächst Mitte April, weiterhin möglich. „Handwerkliche Mischbetriebe, die neben dem Dienstleistungsangebot mit Waren handeln, stehen in vielen Bundesländern ausdrücklich auf den Positivlisten der nicht von behördlichen Schließungen betroffenen Betriebstypen – unter Auflagen.“, erklärt BRV-Geschäftsführer Yorick M. Lowin.

Der Verkauf von Waren, die nicht mit handwerklichen Leistungen verbunden sind, ist Handwerkern in ihrem Geschäftslokal nicht ohne weiteres in jedem Bundesland erlaubt. Für
den Reifenservice heißt das im Grundsatz: Radwechsel ja, in Verbindung damit auch der
Kauf von Neureifen, reiner Reifenverkauf ohne Dienstleistung nein. Allerdings sind die jeweils geltenden länder- bzw. landkreisspezifischen Regelungen zu beachten. „Informieren Sie sich zuvor telefonisch oder am besten online bei der Werkstatt Ihrer Wahl über die aktuellen Möglichkeiten zum Rad-/Reifenwechsel und vereinbaren Sie gleich einen festen Werkstatt-Termin.“, empfiehlt deshalb der BRV.

Spezialisierte Reifenfachbetriebe in ihrer Nähe, mit Direktlinks zu deren Websites, finden interessierte Autofahrer über eine bequeme Postleitzahlensuche auf der Website des Verbandes unter https://www.bundesverband-reifenhandel.de/verbraucher/reifenhaendlersuche/.

Auch wer mit Ganzjahresreifen unterwegs ist, sollte übrigens mindestens einmal im Jahr eine Fachwerkstatt aufsuchen und die Pneus auf ihren Zustand prüfen lassen; der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) empfiehlt sogar halbjährliche Checks. Durch Ereignisse, die oft schnell vergessen sind – wie z. B. das Durchfahren von Schlaglöchern oder Kollisionen mit Bordsteinkanten -, entstehen an Reifen Mängel und Unwuchten. Diese beeinträchtigen nicht nur den Fahrkomfort, sondern sind auch ein latentes Risiko für die Fahrsicherheit. Der Werkstattprofi checkt die Bereifung auf Luftdruck, Profiltiefe, Alter sowie Anfahr- und Einfahrschäden und berät bei Auffälligkeiten, was zu tun ist, um wieder sicher unterwegs zu sein. Bei der Gelegenheit sollte die Werkstatt auch die Räder von Vorder- und Hinterachse tauschen und neu auswuchten. Das wird regelmäßig empfohlen, um die Gesamtlaufleistung der Reifen zu optimieren.

Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) ist der bundesweit tätige Fachverband des deutschen Reifengewerbes. Mit seinen fast 2.100 Mitgliedern und ihren insgesamt knapp 3.500 Outlets vertritt er rund vier Fünftel des spezialisierten Reifenhandels und -handwerks in Deutschland. Auch rund 180 Fördermitglieder gehören dem BRV an.
Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV)
Foto: Goodyear

 

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